Aktuelles / Montag, 28.Februar.2011

Video- und Bildbericht zur Erdogan-Mahnwache

Trotz strömenden Regens und eines schikanösen Polizeieinsatzes hielten am Sonntag gut 100 Pro-NRW-Anhänger diszipliniert die Fahne des Protestes gegen den islamistischen türkischen Politiker Erdogan hoch. Auch der designierte Berliner Landesvorsitzende der Pro-Bewegung, Patrik Brinkmann, war eigens dazu in die NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf angereist, um dort eine bemerkenswerte Rede zu halten. Eine Video von Pro NRW TV, Bilder und das Manuskript der Brinkmann-Rede werden hier im Anschluss dokumentiert:

Rede von Patrik Brinkmann im Wortlaut:

Patrik Brinkmann (l.) mit dem Pro-NRW-Vorsitzenden Markus Beisicht.

Meine lieben Freunde,

es gibt Gäste, die willkommen sind, und es gibt Gäste die nicht willkommen sind. Wer sich als Gast benimmt und sich anpasst, der ist gern gesehen. Und wenn ihm der Gastort zur zweiten Heimat wird, dann ist er ebenfalls willkommen.

Wer aber als Gast zu Besuch kommt und sich als Herr des Hauses aufspielt, der ist nicht willkommen. Herr Erdogan, Sie sind hier nicht willkommen, noch sonstwo auf der Welt. Sie sind der Vertreter eines Islamismus, der die Freiheit beseitigen will.

Wir demonstrieren hier nicht gegen Türken, die in Deutschland ihre zweite Heimat gefunden haben. Ganz im Gegenteil. Wir rufen diese Türken auf:

Lassen Sie sich von Herrn Erdogan nicht vereinnahmen. Wer sich in einem fremden Land als Ministerpräsident ankündigt, der schafft böses Blut, der schafft Streit. Wenn Sie sich in Deutschland wohlfühlen und mit uns gegen eine islamischen Gottesstaat kämpfen, dann weisen sie diesen Brandstifter in die Schranken.

Es ist unglaublich, dass die Altparteien Erdogan hier überhaupt reden lassen. Er möchte sein Land in die EU bringen, um seine Kasse in Ordnung zu bringen. Deutschland betrachtet er wahrscheinlich schon als seine Kolonie.

Wir sagen dazu nein: Die Türkei gehört nicht in die EU. Und die Türkei hat hier in Deutschland nicht die Politik zu bestimmen.

Schon gar nicht für die menschenfeindlichen Ziele, die sie vertreten.

Im Namen der Menschenrechte fordern wir Sie dazu auf:

Herr Erdogan, hören Sie damit auf, die Christen in Ihrem Land zu unterdrücken.

Hören Sie damit auf Minderheiten zu verfolgen und zu benachteiligen. Neben uns demonstrieren Kurden, die sie in ihrem Land unterdrücken. Achten Sie die Menschenrechte.

Christliche Kirchen müssen in der Türkei wieder aufgebaut werden.  Man sollte vielleicht sogar so weit gehen:

Solange Sie nicht die christlichen Kirchen wieder aufbauen, dürfte hier eigentlich nicht eine einzige Moschee geöffnet sein.

Herr Erdogan, hören Sie damit auf, unsere israelischen Freunde zu beleidigen. Sie beleidigen damit auch uns Deutsche. Wir brauchen keinen islamischen Fundamentalismus und wir lehnen Ihren Antisemitismus ab.

Wir wünschen der Türkei von Herzen eine bessere Zukunft.

Wir erinnern hier daran, dass die Gastarbeiter aus der Türkei, die von Kemal Atatürk geprägt waren, fortschrittlicher waren als die Türkei heute.

Sie sind ein Ministerpräsident des Mittelalters.

Alle, die hier stehen, sind mutig. Wir treten für Demokratie und Menschenrechte ein. Ich fordere alle islamkritischen Kräfte auf, dass Sie gemeinsam arbeiten.

Nur gemeinsam sind wir stark.

Nur gemeinsam können wir etwas ändern.

Vielen Dank!

Fotos vom gestrigen Tag: