Regional / Samstag, 20.März.2010

Ruhrgebiet im pro-NRW-Ausnahmezustand

Egal ob Duisburg, Essen, Gelsenkirchen oder Herne: Man könnte glauben, die Regierungsübernahme der Bürgerbewegung pro NRW stünde kurz bevor, so aufgeregt und hysterisch reagieren die etablierten Parteien, die Medien und „gesellschaftlich relevante“ Gruppen und Einzelpersonen in großen Teilen des Ruhrgebietes auf das kurz bevorstehende islamkritische Aktionswochenende von pro NRW.

Aufkleber und Plakate, die zu illegalen Blockaden gegen pro NRW aufrufen, dominieren ganze Stadtteile von Duisburg, wo am Sonntag, den 28. März die große öffentliche pro-NRW-Abschlusskundgebung samt Demonstrationsumzug zur Merkez-Moschee stattfinden wird. In Gelsenkirchen, wo am Samstag die Konferenz für ein Minarettverbot im Schloss Horst terminiert ist, verloren dagegen die Altparteien in der gestrigen Ratssitzung völlig die Contenance. Wüsteste Beschimpfungen, Verleumdungen und Ordnungsrufe ergossen sich über die drei pro-NRW-Stadtverordneten um den Bezirksvorsitzenden Garry Hauer, der sich doch tatsächlich „erdreistet“ hatte, linksextreme Aufmärsche und Gewaltandrohungen gegen ihn direkt vor seiner Privatwohnung als Thema in den Rat einzubringen. Völlig zu Recht und zutreffend kritisierte Hauer diese unglaublichen „SA-Methoden“ und forderte in einer Resolution eine Distanzierung des Rates von politischer Gewalt und Extremismus, was dieser prompt mehrheitlich ablehnte! Stattdessen durften die Vertreter der Altparteien danach in den Lokalmedien den Spieß auch noch umdrehen und sich alarmistisch über angebliche „Entgleisungen von pro NRW“ beschweren!

In Herten und anderswo laufen derweil politisierte Geistliche der evangelischen und katholischen Kirchen Sturm – und zwar nicht gegen die fortschreitende Islamisierung ihrer Heimatgemeinden, sondern ausgerechnet gegen pro NRW, weil die nonkonforme Bürgerbewegung es wagt, Kritik an Islamisierung und Überfremdung laut auszusprechen. Kein Wunder, dass bei solchen Vertretern der Amtskirchen die christlichen Gotteshäuser immer leerer werden. Dass es auch anders geht, werden mehrere wirklich glaubensfeste Geistliche und zahlreiche kirchliche Laienfunktionäre am kommenden Wochenende beweisen, in dem sie sich an der islamkritischen Konferenz von pro NRW  beteiligen.

Von klaren Distanzierungen des vorgeblich „bürgerlichen Protestes“ gegen pro NRW von offen linksextremen Akteuren, die auch illegale Blockaden und Gewalt für legitim halten, ist auch noch nichts bekannt geworden. Vielmehr haben sowohl der Bundesvorstand der SPD-Jugend und die NRW-Landes-Grünen sich mit Linksextremisten solidarisiert, gegen die die Polizei Ermittlungsverfahren wegen Aufrufen zu strafbaren Blockaden gegen pro NRW aufgenommen hat. Kein Wunder, wenn bei solchen Zuständen Demokratie und Rechtsstaat auf der Strecke bleiben …