Landesweit / Freitag, 27.August.2010

Repressive Maßnahmen gegen Christen in NRW

Wie das Internetforum freiheitlich.org unter Berufung auf den christlichen Informationsdienst Medrum meldet, wurde im nordrhein-westfälischen Salzkotten ein Familienvater für vierzig Tage inhaftiert, weil er seine Kinder nicht am Sexualkundeunterricht teilnehmen ließ. Nach Ansicht des pro-NRW-Vorsitzenden Markus Beisicht sei diese Entscheidung unverhältnismäßig. Beisicht bekräftigte die Erklärung des Vorsitzenden der Republikaner, Rolf Schlierer, der diese Maßnahme ebenfalls kritisierte:

pro-NRW-Vorsitzender Rechtsanwalt Markus Beisicht

„Dass es in Deutschland Erzwingungshaft für christliche Eltern gibt, die ihre Kinder aus religiösen Gründen nicht am Sexualkundeunterricht teilnehmen lassen, wie jetzt wieder in Salzkotten, ist aus Sicht der Bürgerbewegung pro NRW ein Skandal. Ganz unabhängig von der Bewertung religiöser Standpunkte oder die Art und Weise dieses Unterrichtes, der im Zeichen des Gender-Wahnsinns zum Teil schon bedenkliche Züge annimmt, verletzen solche repressiven Maßnahmen die Freiheitsrechte. Der Staat maßt sich hier einfach zu viel an und schießt mit Kanonen auf Spatzen.

Im Übrigen ist es schon merkwürdig: Im Rahmen der Integrationsbemühungen werden neuerdings Richtlinien herausgegeben, die eine besondere Berücksichtigung des Ramadans für muslimische Schüler annahmen. Die Problematik von sich der Bildung verweigernden muslimischen Familien wird gerade mit der Veröffentlichung des neuen Sarrazin-Buches debattiert. Ich habe noch nicht gehört, dass muslimische Väter für ihre Bildungsverweigerung ins Gefängnis gekommen wären.

Pro NRW wird sich auf kommunaler Ebene gegen die Einschränkung der Freiheitsrechte wehren.“