Regional / Freitag, 24.April.2015

Radevormwald: „Runder Tisch gegen Rechts“ in Not

Obwohl der Oberbergische Kreis regelmäßig üppige Gelder für Indoktrinationsveranstaltungen mit wackeren Anti-Rechts-Kämpfern bereitstellt (hier ein Beispiel), wollte es mit der Realschule und dem Theodor-Heuss-Gymnasium in Radevormwald nicht so recht klappen. Armin Barg, Vorsitzender des lokalen „Runden Tischs gegen Rechts“, ließ am 18. April im Bürgertreff des Bürgerhauses von Carolin Hesidenz und Ilja Gold (Kölner „Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus“) erklären, wie man auf „Parolen“ politisch rechts orientierter Menschen reagieren müsse. Lediglich zehn Personen sind erschienen, während die vorgenannten Schulen keinerlei Reaktion zeigten, was Barg sehr enttäuschte.

Laut Armin Barg, der auch für die „Unabhängige Wählergemeinschaft“ im Rader Stadtrat sitzt, müsse bei Unterhaltungen mit „Rechten“ auf „Kernbegriffe“ wie „Wirtschaftsflüchtlinge“ und „Islamismus“ geachtet werden. Hierzu gilt es anzumerken, dass tatsächliche Erschleicher von Asyl weitaus besser mit dem Begriff Armutsflüchtlinge charakterisiert werden, da Bargs Wortwahl in diesem Punkt viel zu harmlos ist. „Islamismus“ ist eine Erfindung des westlichen Gutmenschentums, um eine imaginäre Brandwand zwischen „gutem“ Islam und „bösem“ Islamismus ziehen zu können. Wie zu sehen ist, hapert es bei dem gelernten Versicherungskaufmann nicht nur bei der Fähigkeit, andere für seine politische Selbsthilfegruppe zu begeistern.

Schäfer_MTÜ_polaroid„Früher setzte zumindest der bekennende Bolschewik Fritz Ullmann beim ‚Runden Tisch gegen Rechts‘ Akzente – wenn auch der reichlich bizarren Art -, doch nun ist dort offenkundig die idiomatische tote Hose angesagt“,

äußert Udo Schäfer, der Rader PRO-NRW-Ratsfraktionsvorsitzender und zugleich Mitglied des Kreistags Oberberg ist.

„Damit es nicht allzu einsam wird um Armin Barg, schlagen wir Freiheitlichen vor, er möge seinen ‚Runden Tisch‘ zu einem Camping-Klapptisch reduzieren und sich einige Pappkameraden samt Camping-Stühlen zulegen. Mit diesem Zubehör ausgestattet wäre er beispielsweise auf unserem Marktplatz problemlos dazu in der Lage, ein ganzes Anti-Rechts-Bündnis auszufüllen. Die ‚zivilgesellschaftliche‘ Zukunft Bargs, der nicht nur in politischer Hinsicht ein Schwergewicht darstellt, wäre somit absolut krisensicher. Hoffen wir alle, dass uns Armin Barg trotz seines chronischen Leidens an einer PRO-NRW-Phobie noch lange erhalten bleibt!“

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