Aktuelles / Montag, 3.September.2012

Radevormwald : Peinliche Posse um KFZ-Kennzeichen

Kreisangehörigen Städten und Gemeinden ist die Option eingeräumt worden, eigene Kfz-Kennzeichen einzuführen. Selbstverständlich lässt sich darüber streiten, ob dies sinnvoll ist oder nicht. Grundsätzlich kann dies einen positiven Bezug zur Heimatstadt herstellen und wäre im Sinne eines gesunden Lokalpatriotismus.

Wer nun denkt, man könne frank und frei irgendwelche Buchstabenkombinationen beschließen, hat die Rechnung ohne die Blockwarte der „Political Correctness“ gemacht. In dieses Fettnäpfchen ist unlängst der Radevormwalder Bürgermeister Korsten getappt. So wollte Korsten dem Rat der Stadt vorschlagen, für Radevormwald das eigene Kfz-Kennzeichen „RAD“ einzuführen. So wären unter anderem die Buchstabenkombinationen mit Heimatbekenntnissen wie RAD-ER oder RAD-E möglich.

Wer käme schon auf die Idee, einen Bezug zur NS-Zeit herzustellen? Ausgerechnet der Linkenpolitiker Ullmann, der anscheinend immer noch gedanklich in der schrecklichen Zeit der deutschen Geschichte lebt, forderte Korsten auf, seinen Vorschlag zu überdenken, da „RAD“ bekanntermaßen für „Reichsarbeitsdienst“ stünde. Der rückgratlose Bürgermeister Kosten zog seinen Vorschlag daraufhin tatsächlich zurück.

 

Udo Schäfer, Mitglied des Rates der Stadt Radevormwald, erklärt :

Udo Schäfer, PRO-NRW-Bezirksvorsitzender und Kreistagsabgeordneter

„Man muß schon in seinen Komplexen regelrecht gefangen sein, um in einer Art Beißreflex hinter abstrusen Buchstabenkombinationen direkt eine NS-Verschwörung zu wittern. Es zeigt einmal mehr, welche Politiker von den 12 dunklen Jahren deutscher Geschichte offenbar so fasziniert sind, daß sie, in Kenntnis jeder noch so wirren Buchstabenkombination, augenscheinlich wie Drogensüchtige nicht davon loszukommen vermögen. Ihr Handeln richtet sich danach, Menschen zu gängeln. In concreto in Form des gewünschten Verbots einer Buchstabenkombination, die aber auch rein gar nichts mit der Unrechtsdiktatur zu tun hat, für ein KFZ-Kennzeichen.

Da der Vorschlag von Bürgermeister Korsten im Ursprung gut ist, werden wir einen Antrag im Rat der Stadt stellen, der einen Bürgerentscheid in dieser Sache zur Folge hat. „