Aktuelles, Regional / Freitag, 19.Dezember.2014

Pulheim: PRO NRW sorgt zum Jahrsende nochmal für Aufregung

Groß war die Empörung in der Dezember-Ratssitzung der Stadt Pulheim: Da hatte es doch tatsächlich der PRO-NRW-Fraktionsvorsitzende Markus Hintz in der Haushaltsdebatte gewagt, einen Zusammenhang zwischen der schlechten Haushaltslage und den steigenden Kosten für die Unterbringung und Versorgung von Asylbewerbern herzustellen. Verbunden mit dem dezenten Hinweis, dass aller Erfahrung nach die meisten Asylbewerber gar nicht asylberechtigt seien, sondern in Wahrheit nur Armutseinwanderer.

Solch „dreiste Wahrheiten“ war man bisher jedoch im Pulheimer Stadtrat nicht gewöhnt – erstmals im Mai 2014 zog mit PRO NRW eine wertkonservative Alternative zu den Altparteien ins Gremium ein. So verließen dann auch viele Ratsmitglieder der etablierten Parteien, vor allem der SPD und Grünen, während der Rede von Markus Hintz demonstrativ den Raum. Doch wie sagte schon das SPD-Urgestein Wehner: Wer raus läuft, muss auch irgendwann wieder reinkommen!

Nicht anders war es auch in Pulheim, und die alberne Posse wird wohl nur ein Zwischenspiel bleiben. Über kurz oder lang werden sich auch die Altparteien in Pulheim daran gewöhnen müssen, dass jetzt im Stadtrat eine nicht politisch-korrekte Formation sitzt, weil die Bürger – der Souverän in der Demokratie – das so gewollt haben!

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