Aktuelles / Mittwoch, 6.Februar.2013

PRO NRW zu Gast in Wien

Am vergangenen Wochenende besuchte der stellvertretende Vorsitzende von PRO NRW, der Gelsenkirchener Stadtverordnete Kevin Hauer, hochrangige Vertreter der Freiheitlichen Partei Österreichs in Wien. In den Gesprächen mit Landes- und Bundespolitikern, Mandatsträgern und freiheitlichen Publizisten ging es vor allem um eine stärkere Vernetzung nationalfreiheitlicher Parteien in Europa sowie insbesondere um den Kontakt zwischen PRO NRW und der FPÖ, der – so waren sich beide Seiten einig – auch in Zukunft weiter intensiviert werden soll. Auch die Europawahl 2014 war Thema der Beratungen. Die ersten Gespräche konnte Hauer  im Parlament führen.

Höhepunkt war der Besuch des Akademikerballs der FPÖ Wien am Freitagabend. Der Ball, der in der altehrwürdigen Wiener Hofburg stattfand, entwickelte sich bereits im Vorfeld zum medial heißdiskutierten Gegenstand österreichischer Innenpolitik: Der Akademikerball trat die Nachfolge des traditionsreichen Balls des Wiener Korporationsringes an, dem örtlichen Zusammenschluß akademischer Verbindungen wie Burschenschaften und Landsmannschaften. So wird der Ball in den österreichischen Medien auch als „Burschenschafterball“ bezeichnet. Nationalfreiheitliche Studentenverbindungen gehören seit jeher zum freiheitlichen Lager und stellen traditionell das akademische Rückgrat der FPÖ dar. Aus ihren Reihen entstammen beispielsweise der EU-Abgeordnete Andreas Mölzer und der dritte Nationalratspräsident Dr. Martin Graf, die ebenfalls am Ball teilnahmen.

Und während in der Hofburg rund 2.000 Gäste in Abendkleid, Frack oder Smoking bis in die frühen Morgenstunden ausgelassen feierten, demonstrierten vor der Hofburg etwa 3.000 „antifaschistische“ Gegendemonstranten – nicht nur friedlich – gegen das angebliche „Nazi-Treiben“ der Ballbesucher. Und auch in Österreich übten sich im Schulterschluß linksextreme Gruppen mit den etablierten Kräften wie Kirche, Gewerkschaften und vor allem Grüne. Zahlreiche Ballbesucher wurden auf dem Weg zur Hofburg Opfer von Schlägen, Farbbeuteln, Spuckattacken und Pfeffersprühereien (Bsp.: http://www.youtube.com/watch?v=ottgj3KMUBk). Unter den Krawallmachern befanden sich zudem mehrere Hundert deutsche Linke, die mit Reisebussen eigens aus Bremen, Göttingen, Hannover und Berlin angereist waren. So wurden zahlreiche Demonstranten festgenommen, mehrere Polizisten verletzt. Die FPÖ hat mittlerweile Anzeige erstattet und kündigte ein parlamentarisches Nachspiel an.

„Es ist skandalös, dass sich gewaltbereite linksextreme Chaoten aus der Bundesrepublik an den Krawallen in Österreich beteiligten dürfen. Man muss sich dafür schämen, dass unsere Behörden das zulassen und nicht wie in anderen Fällen die Weiterfahrt bereits im Vorfeld untersagten. Bei Demonstrationen von PRO NRW schreckt die Polizeiführung teilweise nicht zurück, die friedlichen Teilnehmer zu filzen. Linke Chaoten dürfen hingegen bewaffnet die Grenzen überschreiten.“, kommentiert Ballbesucher Kevin Hauer die offensichtlich politisch motivierte Lethargie der bundesrepublikanischen Behörden scharf.

Bildimpressionen aus Wien: