Aktuelles / Freitag, 3.Februar.2012

PRO NRW leitet rechtliche Schritte gegen Hass-Redakteur der Aachener Nachrichten ein

Man ist ja einiges gewohnt im „Kampf gegen Rechts“. Verdrehungen und Halbwahrheiten sind dabei in vielen Medien leider an der Tagesordnung. Was sich aber jetzt ein Redakteur der Aachener Nachrichten geleistet hat, spottet jeder Beschreibung. In einem vor Lügen und hasserfüllter linker Hetze triefenden Artikel skandalisiert der Eschweiler Lokaljournalist Rudolf Müller, dass gewisse Busunternehmen „geschäftliche Kontakte zur Neonazi-Bewegung“ Pro NRW pflegen würden! Ein Reisebus aus Eschweiler – mit Werbeaufdruck der lokalen Prinzengarde – war bei der Köln-Kalk Demo der PRO-Bewegung am vergangenen Samstag zum Einsatz gekommen. Das verleitet den Lokalredakteur Müller schon in  der Überschrift seines Pamphlets zur ersten Beleidigung: „Aus dem Bus der Prinzengarde steigen Neonazis.“

An anderer Stelle heisst es dann:

Statt feierfreudiger Karnevalisten quollen am Samstag in Köln-Kalk Neonazis aus dem Prinzengilde-Gefährt. Und statt munterer Karnevalslieder gab es anderes zu hören: Hetzparolen gegen Schwule und Lesben, Linke, Muslime und Friedensaktivisten.

Und zu guter letzt steht in dem Artikel noch unwidersprochen und wahrheitswidrig, dass es sich bei einem geplanten Neonaziaufmarsch am 31. März  in Eschweiler um die „gleiche Bande“ handeln würde!

Markus Beisicht

Hierzu erklärt der PRO-NRW-Vorsitzende Rechtsanwalt Markus Beisicht:

„Der Artikel der Aachener Nachrichten enthält zahlreiche bösartige Beleidigungen und Unwahrheiten, gegen die wir rechtlich vorgehen werden. Gegen den verantwortlichen Redakteur Rudolf Müller habe ich zudem bereits Anzeige wegen Beleidigung und übler Nachrede erstattet.  Schon einmal hat ein Aachener Gericht einen Linken wegen Beleidigung verurteilt, der meinte, uns freiheitliche und durch und durch bürgerliche Demokraten als Nazis verleumden zu können. Denn dies ist nicht nur eine Beleidigung für uns, sondern auch eine Verharmlosung der gigantischen Verbrechen des historischen Nationalsozialismus!

Zu den sonstigen Unwahrheiten im Artikel ist es fast schon müßig Stellung zu beziehen. Denn zu grob gezimmert sind die Lügen, zu durchsichtig ist das Verleumdungsgebäude. Natürlich hat es keine schwulen- oder sonstige minderheitenfeindlichen Parolen auf unserer Demo für Recht und Ordnung und gegen linksextreme Hausbesetzer in Köln-Kalk gegeben. Im Gegenteil: Das PRO-KÖLN-Vorstandsmitglied Michael Gabel hat in seiner Eigenschaft als Mitglied der Kölner Stadtarbeitsgemeinschaft für Schwule und Lesben sogar homophobe Übergriffe im umstrittenen linksautonomen Zentrum angeprangert! Und natürlich haben wir auch nichts mit einem Aufmarsch tatsächlicher Rechtsextremisten am 31. März in Eschweiler zu tun.

Ich kann daher nur hoffen, dass es sich bei diesem widerwärtigen Pamphlet nur um die Tat eines einzelnen Redakteurs handelt und nicht um die allgemeine Blattlinie der Aachener Nachrichten. Denn dann hätten die Bürger in der Region Aachen wirklich Schwierigkeiten, sich unabhängig und objektiv durch die Tagespresse zu informieren.“