Aktuelles / Montag, 29.Juli.2013

PRO NRW lehnt längere Lebensarbeitszeit für Polizisten ab!

In Nordrhein-Westfalen zeichnet sich eine Diskussion über die Verlängerung der Lebensarbeitszeit ab, dies berichtet die WAZ. Der Chef des Landesbezirks der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Arnold Plickert, lehnt dieses Vorhaben der rot-grünen Regierungskoalition strikt ab und spricht von einer möglicherweise fatalen Entwicklung.

„Wir wissen, dass es diese Überlegungen gibt“, so Plickert in einem Interview. Momentan liegt die Altersgrenze nordrhein-westfälischer Polizisten bei 62 Jahren. In einem Drittel der Bundesländer ist allerdings ein höheres Renten- bzw Pensionsalter bereits alltäglich. Auch NRW denkt darüber nach, ob es auf 63 oder 64 angehoben werden könnte.

Als Sachverständiger weist Plickert auf die Anstrengungen von Wach- und Schichtdienst, sowie die generell hohe dienstliche Belastung der Beamten hin. Nach Jahrzehnten des Dienstes sei es Menschen über 60 nicht mehr zuzumuten, sich mit Schwerstkriminellen auseinandersetzen zu müssen. International sei Deutschland in dieser Hinsicht isoliert und ein schlechtes Vorbild. Im Gegenteil solle man eher dazu tendieren, Polizeibeamte früher in die verdiente Pension zu entlassen. Bei teilweise über 600 Überstunden pro Jahr für Hundertschaftspolizisten sei ein früheres Ausscheiden aus dem aktiven Dienst angebracht.

Die Überforderung der Polizei ist auch anhand von zahlen messbar geworden. Jeder zehnte der 40 000 Polizisten in Nordrhein-Westfalen ist als Folge seiner Arbeit nur noch eingeschränkt einsatzfähig. 2528 Beamte und Angestellte sind sogar dauerhaft verwendungseingeschränkt. Einwanderkriminalität und das beispiellos brutale Vorgehen gerade linksextremer Täter fordern ihren Tribut ein.

 

Zu den Äußerungen Arnold Plickerts nahm der PRO-NRW-Vorsitzende, Rechtsanwalt Markus Beisicht, Stellung:

 

Markus Beisicht

„Wir von PRO NRW stellen uns in vollem Umfang hinter die Kritik der Gewerkschaft der Polizei. Die rot-grüne Regierung hat Nordrhein-Westfalen seit Jahren zu einer Kriminalitätshochburg verkommen lassen. Gerade demokratiefeindliche und gewaltbereite Extremisten wie die Salafisten oder diverse Antifa-Gruppierungen wurden lange genug verharmlost oder sogar noch staatlicherseits im Rahmen des „Kampf gegen Rechts“ finanziell unterstützt. Unsere tapferen Polizeibeamten müssen die Zeche zahlen, wenn aus reiner Lust an der Gewalt gegen unseren demokratischen Rechtsstaat vorgegangen wird. Dieser Zustand ist inakzeptabel und nicht hinnehmbar. Hier soll an der falschen Stelle gespart werden. Um dem Kriminalitätsproblem Herr zu werden, brauchen wir vermehrt junge, dynamische Polizeibeamte. Verdiente Staatsbürger in Polizeiuniform sollten ihren hart erarbeiteten Ruhestand genießen dürfen, anstelle in gehobenen Alter immernoch als Zielscheibe des organisierten Gewaltverbrechens dienen zu müssen!“