Aktuelles / Montag, 1.Juli.2013

PRO NRW gegen Abwerbung arbeitsloser Südeuropäer

PRO NRW hat sich entschieden gegen die Aufnahme arbeitsloser Jugendlicher aus dem Ausland ausgesprochen. Bevor wir jugendliche Talente gerade aus dem südeuropäischen Ausland abwerben, müssen wir zunächst eine nachhaltige Ausbildungsoffensive in Deutschland starten.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit gibt es in der Bundesrepublik mindestens eine Million arbeitsloser Menschen zwischen 15 und 35 Jahren. Es ist Aufgabe einer seriösen Wirtschaftspolitik, diesen jungen Menschen eine Perspektive zu vermitteln.

Markus Beisicht

Hierzu erklärt der Pro NRW-Vorsitzende Rechtsanwalt Markus Beisicht:

Am Wochenende hat der umstrittene Bundeswirtschaftsminister Rösler (FDP) junge, arbeitslose Südeuropäer aufgerufen, zahlreich in die Bundesrepublik zu kommen. Hierzulande gäbe es angeblich Zehntausende freie Ausbildungsplätze. Dieser gewagten These Röslers kann ich nur entschieden widersprechen. Die Bundesrepublik kann nicht massenhaft arbeitslose Jugendliche aus dem Ausland aufnehmen und diese alimentieren. Bevor wir arbeitslose Jugendliche aus anderen Ländern abwerben, sollten wir erst dafür sorgen, dass junge Menschen, die  in der Bundesrepublik leben, eine berufliche Perspektive und insbesondere eine abgeschlossene Berufsausbildung erhalten.