Landesweit / Mittwoch, 2.Juni.2010

Pro-Bewegung als Katalysator einer rechtsdemokratischen Sammlung

Die Nachricht von Spitzengesprächen zwischen der Pro-Bewegung und den Republikanern hat bundesweit in der interessierten politischen Öffentlichkeit für große Neugier gesorgt und Unruhe bei den linken Meinungswächtern ausgelöst. Bahnt sich hier etwa auf deutschlandweiter Ebene eine Vereinigung der konservativen und freiheitlichen Kräfte rechts der Union an? Der Pro-NRW-Generalsekretär, der 33jährige Politikwissenschaftler und Kölner Stadtrat Markus Wiener beantwortet hierzu einige Nachfragen:

 

Pro-NRW-Generalsekretär Markus Wiener

Was sind die unmittelbaren Auswirkungen des Spitzengesprächs zwischen Markus Beisicht, Rolf Schlierer und anderen am Wochenende in Mainz?

Wiener: Zunächst einmal geht davon ein starkes Signal an das gesamte patriotische Spektrum in Deutschland aus, das sinnlose Gegen- und Nebeneinander einzustellen. Die Pro-Bewegung hat hier immer guten Willen gezeigt, jenseits von radikalen Scharfmachern mit allen realpolitischen Gruppierungen und Einzelpersönlichkeiten ins konstruktive Gespräch zu kommen. Dies wurde nun – nach manchen Irrungen und Wirrungen in der Vergangenheit – endlich auf höchster Ebene zwischen den beiden mitgliederstärksten Gruppierungen im rechtsdemokratischen Bereich in die Tat umgesetzt.

Was folgt nun kurzfristig und konkret auf diese ersten Gespräche?

Wiener: Wie angekündigt wird es in Bälde erste gemeinsame Veranstaltungen und Kampagnen geben, später wird man sich auch über gemeinsame Wahlkämpfe und Wahlplattformen auf Bundesebene unterhalten. Ganz gezielt soll diese neue Achse auch Anlaufpunkt für weitere Bündnispartner werden, etwa Henry Nitzsche oder auch René Stadtkewitz. Herr Nitzsche ist uns ja seit den Tagen des ersten Anti-Islamisierungskongresses wohl bekannt und mit René Stadtkewitz haben Jörg Uckermann und ich schon vor längerer Zeit in einem ausführlichen persönlichen Gespräch in Köln politisch weitgehend Übereinstimmung erzielt. Es geht nun darum, gemeinsam den besten Weg zu finden, wie patriotische Oppositionspolitik und insbesondere Kritik an der Islamisierung und Überfremdung unserer Heimat politisch wirksam werden kann.

Welche Auswirkungen hat diese Entwicklung auf Nordrhein-Westfalen?

Wiener: Für Pro Köln und Pro NRW geht die Kampagnentätigkeit wie gewohnt weiter: Basisarbeit nach dem Graswurzelprinzip, die Menschen dort abholen, wo sie sich mit ihren Problemen tatsächlich befinden. Dafür werden wir landesweit neue Kreis- und Bezirksverbände aufbauen und überall bürgernahe Kampagnen und Öffentlichkeitsoffensiven durchführen – bald wahrscheinlich auch mit prominenten Unterstützern anderer demokratischer Rechtsparteien aus dem ganzen Bundesgebiet.

Wir müssen vor Ort weiter wachsen und noch stärker werden, damit die Pro-Bewegung weiter als Katalysator einer rechtsdemokratischen Sammlung dienen kann. Pro Köln und Pro NRW haben in den letzten Monaten und Jahren in diesem Bereich die meiste Medienaufmerksamkeit erreichen und wichtige europäische Partner gewinnen können. Dieser großen Verantwortung werden wir mit vollem Einsatz als Pro Köln und Pro NRW auch in Zukunft gerecht werden.