Landesweit / Montag, 13.Juli.2015

Libanesische Clans terrorisieren NRW

Wenn immer im Lande von Drogen- und Waffenhandel, Schutzgelderpressung und Massenschlägereien die Rede ist, dann sind oftmals die Täter Mitglieder von libanesischen Clans. Diese libanesischen Familienclans sind oftmals in den Drogen- und Waffenhandel sowie in Schutzgelderpressungen verwickelt.

So wurde unlängst ein großer Drogendeal aufgeklärt. Einige der Schuldigen konnten zwischenzeitlich verurteilt werden. Erst 200, dann gar 330 Kilo Heroin hatte ein libanesischer Gemüsehändler mit einem Lastwagen aus dem Iran nach Essen schmuggeln lassen. Die Ware war verpackt in Tomaten- und Gurkengläsern und besaß einen Marktwert von ca. 50 Millionen Euro. Der Gemüsehändler wurde nun vom Landgericht Essen zu elf Jahren Haft verurteilt.

Seinem mitangeklagten Bruder konnte jedoch eine Tatbeteiligung nicht nachgewiesen und auch die Hintermänner des libanesischen Drogenrings konnten ebenfalls von den Fahndern nicht aufgespürt werden. Insbesondere in den Ruhrgebietsstädten Essen und Duisburg haben libanesische Familienclans Parallelstrukturen errichtet und terrorisieren ganze Stadtteile.

In Duisburg-Marxloh wollten unlängst zwei Polizeibeamte zwei nach Haschisch duftende Männer kontrollieren. Kaum hatten die Beamten sie angesprochen, versammelten sich rund 20 Männer um die Polizisten. Die jungen Libanesen verweigern die Aufnahme der Personalien. Ein Polizeibeamter konnte sich nur noch durch eine gezückte Pistole schützen, bis die erforderliche Verstärkung von zehn Polizeiwagen eintraf. Die erforderliche Menschenmenge entstammte einer libanesischen Großfamilie. Mittlerweile kommt es immer öfter im Ruhrgebiet zu Massenschlägereien. Die hauptsächlichen Clan-Aktivitäten liegen jedoch im Drogen- und Waffenhandel.

So musste ein Sondereinsatzkommando der Polizei jüngst fünf Wohnungen in Duisburg stürmen, um junge Libanesen festzunehmen, die der Schutzgelderpressung verdächtigt werden. Pikant war, dass die Verdächtigen ebenfalls dem Familien-Clan angehörten, der kurz zuvor die Polizisten in Duisburg-Marxloh bedroht hatte.

Im Jahr 2014 konnte die Essener Polizei eine libanesische Geldwäschebande überführen. Diese verteilte Geld aus Drogengeschäften an Gebrauchtwagenhändler, die zum gleichen Familien-Clan gehören, in mehreren Ruhrgebietsstädten. Sie kauften davon Autos und verkauften diese weiter nach Afrika. Der Erlös floss zum Teil in die eigene Tasche, zum Teil an südamerikanische Drogenkartelle.

Es ist daher offenkundig, dass die libanesischen Clans in Essen sich mittlerweile in eine Drehscheibe für die Geldwäsche internationaler Drogenringe verwandelt haben. Weitere Ermittlungen laufen derzeit in Essen, was jedoch kaum verwundert, da Essen deutschlandweit nach Berlin und vor Bremen die Stadt mit den meisten, rund 6000 Libanesen, ist. Hellhörig sollte auch die Tatsache machen, dass landesweit gut 20 Prozent der Tatverdächtigen im Bereich des Drogenhandels Libanesen sind. Zum Vergleich: An der Gesamtbevölkerung stellen die Libanesen einen Anteil von unter 0,1 Prozent. Und unter den Nationalitäten, die hierzulande die organisierte Kriminalität prägen, landen Libanesen bei den Pro-Kopf-Straftaten auf Platz zwei für das Jahr 2013.

Zu den Machenschaften krimineller libanesischer Großfamilien erklärt der PRO-NRW-Parteivorsitzende und Rechtsanwalt Markus Beisicht:

Beisicht_MTÜ_neuIn NRW wird nach wie vor mit den kriminellen Großfamilien gekuschelt. Wir fordern einen radikalen Kurswechsel. Zunächst sollte die Zahl der kriminellen Libanesischen Großfamilien in NRW durch die Polizei ermittelt werden. Dann ist gegen diese Clans endlich entschieden vorzugehen.

Wer in unserem Land sein Gastrecht durch gravierende Straftaten missbraucht, der kann nicht weiter legal in der Bundesrepublik leben. Es ist eine zentrale Aufgabe der Landespolitik, endlich das Problem der kriminellen Familienclans zu beseitigen. Dazu gehören insbesondere verschärfte Ermittlungen gegen kriminelle Clan-Mitglieder.“

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