Aktuelles / Donnerstag, 7.März.2013

Leverkusen: Stadt-Anzeiger Redakteur Hartmut Zitzen und seine eigene Wahrheit

Am Dienstag fand eine außerordentlich turbulent verlaufende Sitzung der Leverkusener Bezirksvertretung II statt. Der den Altparteien besonders gewogene KSTA-Redakteur Hartmut Zitzen besuchte ebenfalls die Sitzung, um hierüber zu berichten. Wer seine Artikel in der heutigen Printausgabe des Leverkusener Kommunalteils des Kölner Stadt-Anzeigers gelesen hat und auch an der Sitzung teilgenommen hat, der muss meinen, er wäre auf einer anderen Sitzung gewesen.

Dass Zitzen grundsätzlich die Wortbeiträge des PRO NRW Fraktionsvorsitzenden Markus Beisicht aus Gründen des political correctness ausblendet und unterschlägt, stellt für Insider keine sonderliche Überraschung dar.

Sogar ein dutzend Anwohner der umstrittenen Heimstatt St. Engelbert in Opladen wollten sich auch ein Bild darüber machen, wie ihre Bezirksvertreter mit ihren Problemen umgehen. Seit Monaten kommt es von Bewohnern der Einrichtung ausgehend zu gravierenden Belästigungen der Anwohner. Mal sind es Lärmbelästigungen, mal Sachbeschädigungsdelikte oder gar Beleidigungen und Nötigungshandlungen. Die Anwohner kommen nicht mehr zur Ruhe. Sie haben zwischenzeitlich Unterschriften gesammelt und sich mit Protestbriefen an ihre Bezirksvertreter gewandt.

PRO NRW hat das berechtigte Anliegen der Anwohner sofort aufgegriffen und die unhaltbaren Zustände rund um die Heimstatt St. Engelbert in Opladen auf die Tagesordnung der Bezirksvertretung gesetzt. Es folgte eine emotionale Debatte mit einem sehr enttäuschenden Ergebnis. Außer Markus Beisicht setzte sich kein anderer Bezirksvertreter für die Belange der Anwohner ein. Ein Grüner-Vertreter meinte gar, die Anwohner müssten akzeptieren, dass die Problemjugendlichen halt andere Vorstellungen von Nachtruhe, Abfallentsorgung etc. hätten. Die Altparteien einschließlich Bürgerliste schmetterten den PRO NRW-Antrag ab. Man lässt halt die Bürger mit ihren berechtigten Anliegen alleine.

Glücklicherweise können die Bürger im nächsten Jahr bei der Kommunalwahl in Leverkusen den Altparteien mit einer Stimme für PRO NRW die verdiente Quittung erteilen.

In den Artikeln von Zitzen über die Sitzung kam aber weder der PRO NRW-Antrag noch gar die emotionale Debatte hierüber vor.

Weiterhin unterschlug Zitzen in seinem Bericht, dass sich mehrere Vertreter der Altparteien in der Auseinandersetzung den Bau eines Supermarktes im Leverkusener Stadtteil Bergisch Neukirchen erstmalig mit dem PRO NRW-Vorsitzenden und dessen Argumentation solidarisierten. Beisicht bekräftigte das Votum von PRO NRW für den Bau des Edeka Marktes an der Wuppertalstraße. Er warf insbesondere den Vertretern der sogenannten Bürgerinitiative vor, ökologische Argumente nur vorzuschieben und in Wirklichkeit eigene handfeste ökonomische Interessen zu vertreten.

Insgesamt kann festgehalten werden, dass die Lokalpresse immer wieder höchst einseitig, tendenziös und teilweise verfälschend über Debatten in den städtischen Gremien in Leverkusen berichtet.

Es stimmt wirklich nicht alles, was in der Zeitung steht!