Aktuelles / Mittwoch, 17.November.2010

Leverkusen: Sarrazindebatte muss in der Wirklichkeit ankommen

Mit einem Antrag für den Leverkusener Stadtrat forderte die Fraktion der Bürgerbewegung pro NRW die Erarbeitung eines Konzeptes für eine zeitweilige Trennung des Unterrichtes bei Klassen mit einem Migrantenanteil von über 40 %. Entscheidend, so der Fraktionsvorsitzende Markus Beisicht, dürfe aber nicht nur die Herkunft sein, sondern vor allem die Sprachfähigkeit: „Es ist nicht hinnehmbar, dass deutsche Schüler und Migrantenkinder, in deren Familien die deutsche Sprache gesprochen wird, von integrationsunwilligen Migranten im Lernen behindert werden.“

pro-NRW-Vorsitzender Rechtsanwalt Markus Beisicht

Die Sarrazin-Debatte müsse auch Konsequenzen für die Lebenswirklichkeit haben, so Beisicht: „Es kann nicht sein, dass man ständig theoretische Diskussionen führt und sich dann vor Ort nicht zuständig fühlt. In der Kommune haben wir die Probleme mit vor allem integrationsunwilligen muslimischen Einwanderern. Eine Trennung im Unterricht wird beiden Gruppen mittel- und langfristig helfen.“

Es sei notwendig, betonte Beisicht abschließend, dass sich der Widerstand gegen eine Abschaffung Deutschlands, die mit der Verweigerung anfange, die deutsche Sprache zu sprechen, von unten entwickeln müsse: „Wir haben mit unserem Antrag den Vorstoß der Republikaner im hessischen Main-Kinzig-Kreis aufgenommen, nachdem wir mit unseren politischen Freunden die Situation in den jeweiligen Städten und Gemeinden besprochen haben. Hier zeigt sich auch die neue Qualität der politischen Zusammenarbeit im rechtsdemokratischen Bereich. Zukünftig werden wir durch solche Konsultationen über Ländergrenzen hinweg beginnen, ein neues gesellschaftspolitisches Milieu aufzubauen, aus dem heraus sich eine starke freiheitliche Kraft entwickeln wird.“