Aktuelles, Regional / Mittwoch, 10.Mai.2017

Leverkusen: Peinlicher Abgang eines sogenannten Hoffnungsträgers!

Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Der angebliche Sanierer der maroden Stadtfinanzen, Kämmerer Frank Stein (SPD), lässt nun erklären, dass er Leverkusen in wenigen Monaten verlasse, damit er in Bergisch Gladbach eine neue Stelle in der Verwaltung antreten kann.

Es hat sicher einen faden Beigeschmack, wenn ein vermeintlicher Hoffnungsträger und Kämmerer eine Stadt verlässt, deren finanzielle Geschicke er vor einigen Jahren  mit der ausdrücklichen Versicherung übernommen hatte, die finanziellen Probleme der Stadt nachhaltig zu lösen. Nun haben die Altparteien und ihr Kämmerer Frank Stein Leverkusen regelrecht vor die Wand gefahren. Es gibt keinerlei finanzielle Spielräume mehr. Einzig der gebeutelte Leverkusener Steuerzahler soll es irgendwie richten.

Die Altparteien lassen die Bürger bluten und drehen nach wie vor immer dreister an der Gebühren- und Abgabenschraube: Parkgebühren, Grundsteuer A und B, Gebühren für den Besuch städtischer Einrichtungen, städtische Dienstleistungen, Müllgebühren, Hunde- und Gewerbesteuer. Alles hat sich exorbitant zu Lasten der Bürger verteuert und niemand außer PRO NRW wehrt sich gegen das hemmungslose Abzocken der Bürger für eine verfehlte Politik.

Nun flüchtet der verantwortliche Kämmerer nach Bergisch-Gladbach. Sein Abgang ist sicher auch kein Freundschaftsdienst für seinen Parteifreund Oberbürgermeister Uwe Richrath, dem es immer schwerer fällt, die in allen Bereichen zunehmenden Probleme Leverkusens in den Griff zu bekommen. Immerhin: Uwe Richrath lächelt stets freundlich.
Während die Stadt sich immer schneller in Richtung Pleite bewegt und ständig an der Steuer- und Gebührenschraube gedreht wird, ist jedoch mehr als ein freundlicher Umgangston des Oberbürgermeisters notwendig. Wenn ihn jetzt sein engster Mitarbeiter fahnenfluchtartig im Stich lässt, werden die Finanzprobleme der Stadt sicherlich auch nicht kleiner. Es ist zu erwarten, dass die Altparteien einträchtig einen Nachfolger mit dem richtigen Parteibuch ausklüngeln werden.

Zum Abgang von Frank Stein erklärt die Leverkusener PRO-NRW-Kreisvorsitzende und Stadträtin Susanne Kutzner:

„Der plötzliche Abgang von Frank Stein ist beschämend. Stein ist gerade erst in der Wahlzeit von Herrn Buchhorn Kämmerer geworden. Er war vorher lange ein wenig erfolgreicher Sozialdezernent in Leverkusen. Es ist ein offenes Geheimnis, dass CDU, SPD und die Grünen sich die Dezernentenpositionen untereinander aufgeteilt haben: Zwei für die CDU, die Dezernenten  Adomat und   Märtens – und je einen für die SPD, Herr Stein und für die Grünen, Baudezernentin Frau Deppe.
Frank Stein wurde mit dem Hinweis gewählt, dass er mit dem damaligen CDU-Oberbürgermeister Buchhorn zusammen die Finanzen der Stadt in Ordnung zu bringen habe. Buchhorn ist glücklicherweise abgewählt und mit seinem Nachfolger Richrath ist die finanzielle Lage der Stadt Leverkusen auch nicht besser geworden. Vielmehr droht den städtischen Kassen alsbald der Bankrott. Dies würde bedeuten, dass die NRW-Landesregierung zukünftig einen Beauftragten schickt, der für den Stadtrat und Oberbürgermeister Richrath die Dinge in die Hand nimmt und die marode Stadt Leverkusen regiert.
In einer solchen Situation verlässt ausgerechnet der Kämmerer Stein seinen Posten und sucht sich andere Aufgaben in Bergisch Gladbach. Für mich ist das schlicht peinlich und unrühmlich!“

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