Regional / Mittwoch, 17.Juni.2015

Leverkusen: Großfamilie terrorisiert weiter die Stadt

Nun musste sich sogar die rot-grüne NRW-Landesregierung mit den Machenschaften der stadtbekannten Leverkusener Großfamilie beschäftigen. Statt zuzugeben, dass deren Integration jämmerlich gescheitert ist, bagatellisiert die Landesregierung die vorhandenen Probleme. Dabei mussten sich Clan-Mitglieder wegen massiven gewerbs- und bandenmäßigen Betrugsdelikten an älteren Menschen in den Jahren 2008 bis 2010 vor dem Kölner Landgericht verantworten.

Die Straftäter sind Teil der berüchtigten Leverkusener Großfamilie Goman. Sie haben arglose Senioren vielfach um ihre Ersparnisse gebracht und terrorisieren nach wie vor ganze Stadtteile. Zudem leben sie zumeist von staatlichen Sozialleistungen. Eine Überprüfung, ob sich Teile der Großfamilie staatliche Leistungen betrügerisch erschleichen, findet in Leverkusen kaum statt.

Dabei weiß jeder in der Stadt, dass ein großer Teil des Goman-Clans staatliche Leistungen bezieht, obwohl häufig Luxusautos vor der Clan-Zentrale in der Kaiserstraße stehen. Viele dieser Fahrzeuge wären angeblich auf Dritte zugelassen, so dass es für die Behörden in Leverkusen nicht möglich sei, den Clan-Mitgliedern die Sozialleistungen zu versagen. Auch kassieren viele Mitglieder der Großfamilie häufig Unterhaltsvorschussleistungen, da eine Vaterschaft für diverse Kinder bewusst verschleiert wird. Dann muss eben der Leverkusener Steuerzahler mal wieder zur Kasse gebeten werden und die Erzeuger der Kinder kommen um ihre Zahlungspflichten herum.

Gegen große Teile der Großfamilie wird seit Jahren regelmäßig ermittelt. Oft geht es hierbei um Betrug. Mindestens 50 Clan-Mitglieder gelten laut Medienberichten – nach vorsichtiger Schätzung – als polizeibekannt. Das Geschäftsgebiet der Großfamilie umfasst mittlerweile das gesamte Bundesgebiet. Immer wieder wird versucht, ältere und wehrlose Menschen auszupressen und sie um ihr Vermögen zu prellen.

Die Leverkusener Kommunalpolitik weigert sich seit Jahren, sich ernsthaft mit den Machenschaften der Großfamilie zu befassen. Auch die Lokalmedien berichten nur äußerst widerwillig und selten über die kriminellen Machenschaften der Großfamilie. Nun wird zwar im Landtag über die Machenschaften der Großfamilie diskutiert, ändern wird sich jedoch nichts. Die Polizei und die etablierten Ratspolitiker haben den Kampf gegen die Großfamilie längst aufgegeben. In der Stadt sind rechtsfreie Räume entstanden. Insbesondere in Wiesdorf herrscht bei vielen Bürgern Angst vor Repressalien durch die Großfamilie.

Beisicht_MTÜ_neuIch habe mich immer wieder dieser Thematik angenommen und politisch gegen die Etablierung von rechtsfreien Räumen in Leverkusen gekämpft“, sagt Markus Beisicht, Oberbürgermeisterkandidat der Bürgerbewegung PRO NRW in Leverkusen.

Deshalb wurde ich beschimpft und als übler Hetzer beleidigt. Eine Abordnung der Großfamilie suchte mich auch schon einmal in seiner Rechtsanwaltskanzlei auf. Ich lasse mich jedoch von niemandem einschüchtern und werde die Thematik Großfamilie auch im anstehenden OB-Wahlkampf thematisieren. Auch die Großfamilie muss sich, wie alle anderen Bürger auch, an Recht und Gesetz halten.

Es ist lange genug mit dem Clan in Leverkusen gekuschelt worden. Im Umgang mit der Großfamilie brauchen wir keine Verständnispädagogik, sondern der Rechtsstaat muss endlich mit aller Härte den kriminellen Sumpf trockenlegen“, so Beisicht abschließend.

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