Aktuelles / Dienstag, 6.März.2012

Leverkusen: Gewaltwelle erschüttert die Farbenstadt

Es vergeht kaum ein Tag, an dem die Leverkusener Lokalmedien nicht über Raubdelikte und andere Kapitalverbrechen in Leverkusen berichten müssen. Sicherheit und Ordnung entwickeln sich in manch einem Leverkusener Stadtteil zu einem Fremdwort.

Wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt die Polizei gegen zwei unbekannte, südländische Jugendliche mit Migrationshintergrund, die am Samstagabend gegen 22.30 Uhr einen 44-jährigen Vater von vier Kindern auf dem Weg zum Opladener Busbahnhof grundlos angegriffen haben. Der Mann wurde von den jugendlichen Migranten mit der Frage: „Hast Du ein Problem?“ angepöbelt. Auf seine Antwort „Nein“ erklärten die südländisch wirkenden Täter: „Aber jetzt!“ und griffen den völlig arglosen Familienvater an und attackierten diesen mit Faustschlägen und brutalen Fußtritten. Das Opfer erlitt diverse Platzwunden und Blutergüsse am Knie, im Gesicht und an den Armen. Eine Fahndung nach den Tätern blieb wie meist erfolglos.

Das Opfer hatte am Samstag das Fußballspiel zwischen Bayer Leverkusen und Bayern München besucht und sich im  Anschluss an das Fußballspiel in einer Opladener Gaststätte aufgehalten und wollte zur Tatzeit den Bus nach Burscheid nehmen. Die Stadt Leverkusen, die sich bekanntlich das millionenschwere und überdimensionierte Projekt „Neue Bahnstadt Opladen“ leistet, hat für die Sicherheit der Bürger kein Geld mehr. Eine Citystreife gibt es derzeit nicht mehr.

Die Sicherheitsbelange der Leverkusener Bürger gelten in der etablierten Leverkusener Kommunalpolitik als nachrangig. Am Sonntagmorgen wurde dann eine junge Frau in Rheindorf von drei Unbekannten überfallen, ausgeraubt und sexuell belästigt. Die junge Leverkusenerin war gegen 7.00 Uhr am S-Bahnhof in Rheindorf ausgestiegen und zu Fuß über einen Feldweg in Richtig Okerstraße gegangen. Dort traf sie auf drei Männer. Einer der Gewalttäter entriss ihr die Handtasche und die beiden anderen belästigten das Opfer auf sexueller Basis.

Das Trio flüchtete dann wenig später mit Handy und Bargeld. Auch diese Täter konnten unerkannt entkommen. Zur Gewaltwelle in Leverkusen erklärt der PRO-NRW-Fraktionsvorsitzende Rechtsanwalt Markus Beisicht:

Markus Beisicht

„Nahezu täglich kann man der örtlichen Presse entnehmen, dass Raub- und Erpressungsstraftaten oftmals von Jugendlichen mit Migrationshintergrund begangen, ständig zunehmen. Die Täter gehen mit äußerster Brutalität vor, während die Opfer, meist ältere Menschen, Familienväter oder einheimische Jugendliche sind. Es ist allerhöchste Zeit, dass die Samthandschuhe ausgezogen und die Täter konsequent bestraft werden. Die Citystreife muss unbedingt wieder in allen Leverkusener Problemstadtbezirken ihren Dienst aufnehmen. Es stellt eine Steilvorlage für die Kriminellen dar, dass die Polizeipräsenz und die Präsenz von Sicherheitsdiensten auf unseren Straßen in den letzten Jahren immer mehr abgenommen hat, obwohl das Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung ständig steigt.

Viele Bürger, gerade ältere Menschen, trauen sich nicht mehr aus dem Haus, da sie befürchten, Opfer eines Überfalls zu werden. Dies kann nicht sein. Wir fordern, dass mehr Polizeistreifen auf unseren Straßen präsent werden und für Sicherheit und Ordnung in Leverkusen Sorge tragen.“