Aktuelles / Montag, 18.Juni.2012

Leverkusen: Altparteien ignorieren Giftskandal bei der Neuen Bahnstadt in Opladen

Anlässlich der morgigen Sitzung der Bezirksvertretung II in Opladen thematisiert einzig und allein PRO NRW die Verunreinigung mit krebserregenden Giftstoffen des Geländes der Neuen Bahnstadt Opladen.

Bekanntlich hatte eine Untersuchung ergeben, dass das dortige Grundwasser neben Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln auch Chlor, Kohlenwasserstoff und Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe in Konzentrationen enthält, die die zulässigen Grenzwerte um ein vielfaches Überschreiten. Die festgestellten Chemikalien wirken sowohl krebserregend und neurotoxisch auf Menschen. So bestehen konkrete Risiken einer Erkrankung an Lungen-, Harnblasen- und Nierenkrebs sowie Intelligenzminderung und Beeinträchtigung der schulischen Leistungsfähigkeit von Kindern.

All dies scheint OB Buchhorn und die politische Klasse in Leverkusen nicht sonderlich zu interessieren. Beschämend ist auch das Verhalten der Leverkusener Grünen, die diesen Umweltskandal ganz politisch korrekt bagatellisieren. Man möchte ja mit der Neuen Bahnstadt Geschäfte machen.

PRO NRW hingegen meint, dass das Gelände vor einer Bebauung umfassend saniert werden muss und setzt sich daher für einen unverzüglichen Baustopp der Arbeiten an der Neuen Bahnstadt Opladen ein.

Hierzu erklärt der PRO-NRW-Fraktionsvorsitzende Rechtsanwalt Markus Beisicht:

Markus Beisicht

„Es stellt einen Skandal sondergleichen dar, wie die Stadt Leverkusen mit der Grundwasserverunreinigung auf dem Gelände der Neuen Bahnstadt Opladen umgeht. Anstatt das Gelände umfassend zu sanieren, soll nun den zukünftigen Bewohnern lediglich die Entnahme von kontaminiertem Grundwasser untersagt werden. Es werden neue Wohn- und Gewerbegebiete auf einem schwer kontaminiertem Gelände errichtet. Statt aufzuklären, verniedlichen die Altparteien diese Probleme. Die entsprechenden Politiker werden ja nicht auf dem Gelände wohnen müssen. Das konkrete Risiko der Erkrankung an Lungen-, Harnblasen- und Nierenkrebs müssen halt nur die zukünftigen Bewohner der neuen Bahnstadt in Kauf nehmen.“