Landesweit / Dienstag, 6.Juli.2010

Laumann macht die rechte Spur frei

Laumann oder Laschet, das war die Frage. Mit Karl-Josef Laumann hat sich nun als CDU-Fraktionschef der Favorit des selbst ernannten Arbeiterführers Jürgen Rüttgers durchgesetzt.

Als richtige Nachwuchshoffnung kann man Karl-Josef Laumann nicht wirklich bezeichnen. Eher gehört der CDU-Politiker, der in seiner Partei für die Image-Abteilung „Gewerkschaft“ verantwortlich ist, zum Inventar der Christdemokraten. Seit 1974 macht Laumann in der CDU in Bierzelten und bei Arbeitnehmerveranstaltungen einen auf bodenständigen, westfälischen Politiker. Besonders gefragt in der CDU-Fraktion ist sein Talent als Witzeerzähler, wie es heißt. Nun soll er die angeschlagene Fraktion seiner Partei im NRW-Landtag führen. Seine Wahl wird von der Presse gleich als Richtungsentscheid hochstilisiert. Einen wirklichen Rückhalt kann Laumann indes für sich nicht verbuchen: Er setzte sich gerade einmal mit zwei Stimmen vor seinem Kontrahenten Laschet durch.

pro-NRW-Vorsitzender Rechtsanwalt Markus Beisicht

Wirkliche Unterschiede zwischen Laschet und Laumann, so der pro-NRW-Vorsitzende Markus Beisicht, könne man allerdings auch kaum erkennen: „Beide Politiker stehen für eine CDU, deren Anliegen mehr der Pflege von Randgruppen und integrationsunwilligen Migranten gilt, als der normalen, arbeitenden Bevölkerung, die die Diäten solcher Berufspolitiker erwirtschaftet.“ Beisicht erinnerte in diesem Zusammenhang an die Forderung des damaligen Arbeitsministers von NRW, mehr Migranten in die Ministerien des Landes zu holen: „Politiker wie Lachet und Laumann überbieten sich mit Angeboten für Migranten und die Bürger sollen diesen Luxus bezahlen. Damit macht der neue CDU-Fraktionsvorsitzende die Politik der linken Multikulti-Befürworter. Die von Laumann geäußerte Kritik an den Grünen, ist reine Show. Denn die CDU will es sich am Ende doch nicht ganz mit ihrer Wählerklientel verderben.“

Insofern bedeute die Wahl Laumanns, so Beisicht, lediglich die Kontinuität der Rüttgerspolitik: „Auch weiterhin bleibt die Devise der Union ‚rechts blinken, und links abfahren‘. Die Bürger im Land haben aber dieses Spiel längst durchschaut und kehren dieser CDU den Rücken. Laumann steht tatsächlich für den Versuch, die SPD mit dem klassischen Versorgungs- und Umverteilungsstaat links zu überholen. Das ist wenigstens insofern sehr erfreulich, als die Spur für pro NRW rechts von der Union damit frei ist, um weiter durchzustarten.“