Aktuelles, Landesweit / Montag, 7.Juli.2014

Kronzeuge Breuer: Kontakte zu Bundesminister Thomas de Maizière während seiner aktiven PRO-Zeit?

DeMaiziereEs klingt unglaublich, dennoch behauptete es Gereon Breuer heute ganz offiziell bei seinem nunmehr bereits dritten Auftritt im Zeugenstand vor dem Landgericht Köln: Auch während seiner Jahre als Jugendbeauftragter von PRO KÖLN / PRO NRW, Beiratsvorsitzender der kommunalpolitischen Vereinigung der PRO-Bewegung, PRO-KÖLN-Fraktionsreferent und PRO-NRW-Landtagskandidat, hätte er regelmäßig persönlichen Kontakt zum damaligen Verteidigungsminister und heutigen Bundesinnenminister Thomas de Maizière gepflegt. Der ehemalige CDU-Funktionär Breuer und Thomas de Maizière waren schon in ihrer gemeinsamen CDU-Zeit miteinander bekannt gewesen, wie auch ein Foto mit dem zu dieser Zeit als Kanzleramtsminister fungierenden de Maizière zeigt.

Neben seinen Kontakten zu de Maizière und anderen hochrangigen CDU-Funktionären während seiner aktiven PRO-Zeit, hätte es auch weitere Veranstaltungen der deutschen atlantischen Gesellschaft und der Bundesakademie für Sicherheitspolitik mit Breuer als geladenem Gast gegeben. Empfänge beim britischen und amerikanischen Botschafter in Berlin hätten ebenso dazu gehört, wie eine Einladung zum Sommerfest des Bundespräsidenten. Seine Funktionärstätigkeit bei PRO wäre dabei angeblich nie ein Thema gewesen, so Breuer treuherzig im Zeugenstand. Er wäre dort überhaupt nie auf sein Engagement bei PRO KÖLN und PRO NRW angesprochen worden, obwohl dies sehr leicht im Internet zu recherchieren gewesen ist und sein Wechsel von der CDU zu PRO sogar für einige mediale Schlagzeilen gesorgt hatte.

Offensichtlich sind manch Kölner Karnevals- und Sängervereine penibler in der politischen Überprüfung ihrer Mitglieder und deren Entfernung bei “rechtsradikalen Tendenzen”, als der Bundesminister Thomas de Maizière, die deutsche atlantische Gesellschaft unter Vorsitz eines CSU-Bundestagsabgeordneten oder die Bundesakademie für Sicherheitspolitik unter Vorsitz eines leibhaftigen Botschafters …

Heute verdient der “Ex-Rechtsextremist” Breuer sein Geld übrigens laut eigener Aussage mit direkten oder mittelbaren Aufträgen aus dem Bundesverteidigungsministerium, von Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen und Hamburg, sowie anderer staatlicher Institutionen.

Der CDU- und “staatsnahe” Kronzeuge setzte dann seinen Kreuzzug gegen die PRO-KÖLN-Spitze wie erwartet fort. “Eher global” und schwammig bestätigte er nochmals die meisten seiner bei der Polizei getätigten Anschuldigungen, wobei sich bei Nachfragen oftmals “Erinnerungslücken” auftaten, v.a. wenn es um konkrete Details zu seinen allgemeinen Behauptungen ging. Interessant hierbei: Während man bei einer polizeilichen Vernehmung so ziemlich alles straffrei behaupten darf, werden konkrete Falschaussagen vor Gericht empfindlich bestraft. Breuer verwickelte sich trotz dieses “punktuellen Gedächtnisverlusts” in zahlreiche Widersprüche, die seine Glaubwürdigkeit insgesamt weiter absenkten und teils sogar die Frage aufwarfen, ob Breuer denn wirklich selbst auf allen Fraktionssitzungen war, für die er unterschrieben hatte.

Die Zeugeneinvernahme von Gereon Breuer, die als Schlüssel zu diesem ganzen Polit-Prozess gegen PRO KÖLN gilt, muss aufgrund der zahlreichen noch offenen Nachfragen und neuen Fragezeichen am Freitag übrigens fortgesetzt werden.

Weitere Hintergründe zur „Causa Breuer“:

http://pro-koeln.org/friedrich-merz-die-cdu-und-gereon-breuer-als-kronzeuge-gegen-pro-koeln/

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