Aktuelles / Donnerstag, 28.Mai.2015

Korruption erreicht Rekord-Niveau in NRW

Bestechung, Bestechlichkeit und Vorteilsnahme in Wirtschaft und Verwaltung haben mittlerweile in NRW ein Rekord-Niveau erreicht.

Im letzten Jahr leitete die Staatsanwaltschaft ca. 500 Ermittlungsverfahren ein. 2009 waren es lediglich 200 Verfahren, 2011 waren es 300 und im Jahr 2013 waren es etwas über 400 Verfahren. PRO NRW fordert als Mittel zur Korruptionsbekämpfung die Möglichkeit einer strafbefreienden Selbstanzeige wie bei Steuerdelikten.

Wer auspackt und mithilft, den Korruptionssumpf trockenzulegen, dem sollte ein Strafnachlass gewährt werden. Jährlich gibt es laut Landeskriminalamt rund 160 Hinweise aus Betrieben und Behörden auf Korruption. 90 Prozent dieser Hinweise führten dann zu Ermittlungsverfahren.

Ob in Politik, Verwaltung oder Wirtschaft, in kommunalen Betrieben, Medien oder Kliniken – wohin der Blick auch fällt: Korruption breitet sich metastasenartig aus. Beamte und Angestellte werden bestochen, Manager leiten Riesensummen in die eigene Tasche und Kommunalpolitiker werden „beatmet“, wie das Schmieren im Jargon der Eingeweihten heißt.

Wir brauchen in unserem Bundesland schärfere Regeln gegen die ausufernde Korruption und die Selbstbedienungsmentalität. PRO NRW wird weiterhin in den Kommunen gegen Vorteilsnahme, Bestechung, Ämterpatronage, Lobbykratie, schwarze Kassen und Parteibuchwirtschaft offensiv die Stimme erheben.

Wer etwas im Lande gegen Filz und Korruption tun möchte, der sollte gerade jetzt PRO NRW unterstützen.

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