Regional / Montag, 1.Dezember.2014

Koran-Verteilung: Rechtsstaat kapituliert vor Gotteskriegern

Das Verbot der Koran-Infostände der “Lies”-Initiative durch die Bonner Stadtverwaltung wurde vom Oberverwaltungsgericht Münster aufgehoben.

Führenden Experten gelten die Koranverteilungen der Salafisten-Gruppierung um den Kölner Sozialbetrüger Ibrahim Abou-Nagie als „Einstieg in den Jihad”. Daher entschloß sich die Verwaltung der Stadt Bonn, keinerlei weitere Genehmigungen für derartig konzipierte öffentliche Veranstaltungen zu erstellen. Diese Leitlinie wurde nun von Seiten der Justiz einkassiert, wie ein Stadtsprecher dem Bonner General-Anzeiger mitteilte. Es ist zu erwarten, dass die Anhänger der lokalen Salafisten-Szene, die aus ihren Hochburgen in Lannesdorf und Tannenbusch operieren, diese gerichtliche Entscheidung als Triumph erachten, und ab sofort noch penetranter in die Öffentlichkeit drängen.

Sehr problematisch ist in diesem Zusammenhang, dass Einheimische Bonner und religiöse Menschen, die nicht in das Bild der Extremistengruppierung passen, zunehmend eingeschüchtert werden. Nicht selten kommt es bei den Auftritten der Salafisten zu Gewaltandrohungen gegenüber Andersdenkenden. Ein Bürger berichtete den örtlichen Vertretern von PRO NRW sogar, dass er beobachtet habe, dass an einem “Lies”-Stand öffentlich für den “Islamischen Staat” geworben wurde. Diese Organisation begeht zur Zeit einen Völkermord an den im Irak und Syrien lebenden Kurden und Jesiden und plant Terroranschläge in ganz Europa.

“Das immer dreistere Auftreten der Salafisten in Bonn wird durch diese juristische Entscheidung weiteren Auftrieb erhalten. Die Werbung für terroristische Organisationen fällt zumindest meines Wissens in Deutschland nicht unter die Religionsfreiheit”,

empört sich Christopher Freiherr von Mengersen, Vorstandsmitglied von PRO NRW. Der 21-jährige Jurastudent, der am 1. Dezember dem aus beruflichen Gründen ausgeschiedenem PRO-NRW-Ratsmitglied Detlev Schwarz als Ratsherr nachgefolgt ist, ergänzt ferner:

“Das Verhalten der Bonner Verwaltung in dieser Hinsicht ist eindeutig zu loben. Wenn gewaltbereite Extremisten Leib und Leben einheimischer Bürger in Gefahr bringen, ist es die Pflicht eines jeden Menschen, dagegen vorzugehen.”