Aktuelles / Freitag, 9.September.2011

Köln: Altparteien folgen PRO-KÖLN-Initiative

Im Rahmen einer Sondersitzung trafen sich die Bezirksvertreter des Kölner Stadtbezirkes Nippes gestern im Nippeser Bürgerzentrum Altenberger Hof. Hauptanlass der Sitzung war das Anliegen der städtischen Bäder GmbH, das Hallenbad in der Friedrich-Karl-Straße Anfang nächsten Jahres zu schließen.

Die Bürgerbewegung PRO KÖLN hatte sich nach dem Ruchbarwerden dieser Pläne unmittelbar an die Spitze des bürgerlichen Protestes gegen die Schließung des Schwimmbades gesetzt und mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne, in deren Rahmen mit einer eigenen Petition auch zahlreiche Unterschriften für den Erhalt des Nippesbades gesammelt wurden, starken Druck auf die etablierte Politik, die Verwaltung und die städtische Bäder GmbH ausgeübt. Bis auf die FDP gaben alle Parteien in der gestrigen Sitzung diesem Druck nach und votierten einstimmig für den Erhalt des Nippesbades. Damit waren sie im Wesentlichen dem PRO-KÖLN-Antrag zur Sitzung gefolgt, der den Erhalt des Bades natürlich ausdrücklich vorsah.

Zwei Frauen mit klarer Botschaft: Bezirksvertreterin Ellen Sänger (l.) und Christel Tank, sachkundige Einwohnerin im Ausschuss für Anregungen und Beschwerden.

Was von der Einmütigkeit in die Ratssitzung am 13. Oktober gerettet werden kann, bleibt abzuwarten. Wenn im Rat dann nämlich endgültig über die Zukunft des Nippesbades entschieden wird, dürfte sich ein trauriges Schauspiel wiederholen, das leider mittlerweile in Köln Schule gemacht hat: vor Ort in den Bezirksvertretungen tun die etablierten Politiker so, als würden sie sich für die Anliegen der Bürger einsetzen, im Rat wollen die Vertreter der gleichen Parteien von der im Bezirks vorgegaukelten Bürgernähe nichts mehr wissen. Die Bürgerbewegung PRO KÖLN als der einzig verbliebene Anwalt der Bürgerinteressen in der Domstadt wird jedoch nach wie vor im Rat und in den anderen Entscheidungsgremien alles dafür tun, das Nippesbad zu erhalten. Ein Umfallen, wie es bei CDU, SPD und Grünen sehr wahrscheinlich zu erwarten ist, wird es seitens PRO KÖLN keinesfalls geben.

Diese souveräne Haltung der Bürgerbewegung fand auch bei den Nippeser Bürgern bei der gestrigen Sitzung großen Anklang. Im Vorfeld und im Nachhinein konnten die Aktivisten von PRO KÖLN viele Petitionen für den Erhalt des Nippesbades an die mehr als hundert erschienenen Bürger verteilen und in Informationsgesprächen die PRO-KÖLN-Position deutlich machen. Die PRO-KÖLN-Bezirksvertreterin Ellen Sänger zeigte sich nach der Sitzung sehr zufrieden damit, dass die Bezirksvertreter der anderen Parteien plötzlich so viel Sympathie für den Bürgerwillen entdeckt hatten. Dies sei durchaus vorbildlich und sollte auch bei anderen Themen im Stadtbezirk Schule machen, erklärte Sänger.