Aktuelles / Freitag, 17.Januar.2014

Kirchliche Hexenjagd auf PRO-NRW-Kandidatin Maria Demann: die Intoleranz hat gesiegt

Die evangelische Christuskirche in Wiesdorf schließt demokratisch gewähltes Presbyteriumsmitglied aus:

Gestern traf sich das Presbyterium der Wiesdorfer Christuskirche zu einer Krisensitzung. Auf Veranlassung des Superintendenten Gert-René Loerken sollte Maria Demann ziemlich unchristlich aus dem Gremium ausgeschlossen werden. Es fand dann ein Schauprozess statt, der manches Gemeindemitglied an totalitäre Zustände in China oder in der untergegangenen DDR erinnerte. Vor Sitzungsbeginn stand das Urteil selbstverständlich bereits fest: Maria Demann wird wegen ihren kommunalpolitischen Engagements für die betont grundgesetzkonforme Partei PRO NRW aus dem Gremium ausgeschlossen. Wer dem Zeitgeist und dem Mainstream nicht folgt, für den ist offenbar kein Platz in der Wiesdorfer Christusgemeinde. Persönliche Verfehlungen konnte man dem engagierten Gemeindemitglied Demann nicht vorwerfen. Inakzeptabel sei ausschließlich ihr Engagement für PRO NRW. Offenbar stehen Loerken & Co. mit wesentlichen Grundprinzipien einer pluralistischen freiheitlichen Demokratie auf Kriegsfuß. Es gibt auch andere Parteien als die Linkspartei, die Grünen oder die SPD. Auch für Gemeindemitglieder gilt das Grundrecht auf Meinungsfreiheit. Für Zwischentöne oder einen fairen und kritischen Dialog war gestern kein Platz. Es herrschte ein Klima der Ausgrenzung und der Intoleranz.

003Beisicht-kl-150x150Zum rechtswidrigen Ausschluss von Maria Demann aus dem Presbyterium der Wiesdorfer Christuskirche erklärt der PRO NRW-Vorsitzende Rechtsanwalt Markus Beisicht:

„Was sich da gestern in Wiesdorf abspielte, muss jeden toleranten und aufgeklärten Christen erschüttern. Zivilcourage ist bei den Mitgliedern des Presbyteriums der Wiesdorfer Christusgemeinde offenbar nicht ausreichend vorhanden. Es werden ganz brav die politisch korrekten Vorgaben von Oben im Stile der untergegangenen Volkskammer einfach abgenickt. Statt sich von der menschenverachtenden Rufmordkampagne gegen Frau Demann zu distanzieren, wird diese mit einer rechtlich fragwürdigen Argumentation aus dem Presbyterium ausgeschlossen. Martin Luther würde sich im Grabe umdrehen, wenn er von den Aktivitäten von Loerken und Co. wüsste. Diese Kirche stellt sich selbst ins Abseits und muss sich über eine mangelnde Akzeptanz nicht wundern.

PRO NRW solidarisiert sich mit Maria Demann und bietet der engagierten Christin Unterstützung bei einer eventuellen rechtlichen Auseinandersetzung gegen den rechtswidrigen Ausschluss an. Es war gestern jedenfalls ein schwarzer Tag für den demokratischen Anstand in der evangelischen Kirche.“

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