Aktuelles / Montag, 23.November.2015

Interview mit dem PRO NRW-Parteivorsitzenden Markus Beisicht zur gestrigen PRO NRW-Demo in Köln

PRO NRW:

Herr Beisicht, wie bewerten Sie im Nachhinein die gestrige islamkritische Demonstration Ihrer Partei im Herzen von Köln?

Markus Beisicht:

Gestern haben fast 150 mutige Islamkritiker ein öffentlichkeitswirksames Zeichen gegen den gefährlichen radikalen Islam sowie gegen die schleichende Islamisierung unserer Städte gesetzt. Zunächst haben wir erfolgreich vor dem Kölner Verwaltungsgericht durchgesetzt, daß wir auch in der Kölner Innenstadt die berühmten islamkritischen Karikaturen von Kurt Westergaard zeigen dürfen. Die Kölner Polizeiführung hatte zunächst das Zeigen der Karikaturen verboten und dies mit fragwürdigen Sicherheitsbedenken begründet. Das Kölner Verwaltungsgericht hat dieses Verbot aufgehoben, da es rechtstaatlich nicht haltbar war. Noch dürfen wir und nicht radikale Salafisten bestimmen, welche Karikaturen in Köln gezeigt werden können und welche nicht. Ich möchte noch einmal daran erinnern, daß Angela Merkel Kurt Westergaard im Jahre 2010 ausdrücklich als mutigen Kämpfer für die Meinungsfreiheit und als Vorbild im Kanzleramt empfangen hat. Nun soll man seine Karikaturen nicht mehr zeigen dürfen, weil dies radikale Muslime provozieren würde. Die Karikaturen sind gestern also ganz bewußt als Zeichen für eine wehrhafte Demokratie öffentlich gezeigt worden. Unsere gesamte Versammlung ist völlig friedlich verlaufen. Alle Teilnehmer haben sich diszipliniert benommen und es ist erfreulicherweise den linken Extremisten nicht gelungen, unsere Demo-Route zu blockieren. Insoweit möchte ich mich noch einmal ausdrücklich für den sehr guten gestrigen Polizeieinsatz bedanken.

Die Kölner Lokalpresse berichtet, wie nicht anders zu erwarten, wieder wenig schmeichelhaft über die islamkritische Demonstration. Es soll Strafanzeigen gegeben haben und ein Teil der jugendlichen Demo-Teilnehmer stamme angeblich aus subkulturellen Milieus. Wie bewerten Sie diese teils ehrabschneidenden Bekundungen in den Medien?

Wie so oft gehen den Medien in der Auseinandersetzung mit PRO NRW die Argumente aus. Dann wird nur noch stigmatisierend und diffamierend berichtet. Die Medienberichterstattung stimmt nicht einmal rudimentär mit der Realität von gestern überein. Es haben sich am Breslauer Platz friedliche Menschen versammelt, um ein Zeichen gegen den islamistischen Terror zu setzen. Mutige Frauen haben zu uns gesprochen. Besonders gefreut habe ich mich, dass auch Ester Seitz von der Konkurrenzpartei Die Freiheit über alle Parteigrenzen hinweg an der Veranstaltung teilgenommen und zu uns gesprochen hat. Ebenso verhält es sich mit der PEGIDA-Aktivistin Sigrid Schüßler. Erfreulich ist auch die Teilnahme von vielen Aktivisten aus dem Bereich der Identitären Aktion aus dem Köln-Bonner Raum. Selbstverständlich haben auch jugendliche Personen aus der Fußball-Szene an dieser Kundgebung teilgenommen. Diese haben sich vorbildlich verhalten und auch dafür gesorgt, dass linksextreme Blockadeversuche schon im Ansatz scheiterten. Die Bündelung der Islamkritiker ist angesichts der furchtbaren Ereignisse von Paris das Gebot der Stunde. Das ist die zentrale Botschaft der gestrigen Kundgebung.

In Köln wird es bald zu einer weiteren PRO NRW-Demonstration kommen. Können Sie uns dazu schon Einzelheiten mitteilen?

Am Freitag, dem 4. Dezember, wird im Stadtteil Chorweiler ein öffentlichkeitswirksames Zeichen gegen den Asylmißbrauch gesetzt werden. Wir haben eine Kundgebung in unmittelbarer Nähe der Mega-Flüchtlingsunterkunft am Kölner Aqualand in Chorweiler angemeldet. Dort werden wir die Bürger über das Asylchaos aufklären. Es kann nicht länger hingenommen werden, daß bis zu 1,5 Millionen Asylsuchende unkontrolliert und regellos nach Deutschland kommen. Hiervon sind nur ein Prozent echt politisch Verfolgte und werden als asylberechtigt anerkannt. Ein Drittel erhält den Flüchtlingsstatus im Sinne der Genfer Konvention oder großzügig gewährten Abschiebeschutz. Der Rest sind schlicht illegale Einwanderer. Und gegen diese illegale Einwanderung werden wir am 4. Dezember im Multi-Kulti-Stadtteil Chorweiler demonstrieren. Ich würde mich über eine rege Teilnahme auch an dieser Kundgebung sehr freuen.