Aktuelles / Montag, 23.Juni.2014

Hunderten Freibädern in NRW droht das Aus

In Nordrhein-Westfalen ist ein Großteil der Schwimmbäder offenbar so marode, dass ihnen kurzfristig die Schließung droht.

Denn für die notwendigen Reparaturen fehlt vielen klammen NRW-Kommunen seit Jahren das Geld. In Nordrhein-Westfalen gibt es derzeit 1.400 Bäder, davon 428 Freibäder. Fast alle haben teilweise große finanzielle Probleme. In den letzten Jahren sind in NRW 81 Hallen- und Freibäder geschlossen worden. Nun sind 100 weitere akut von einer Schließung bedroht. Besonders auf dem Land und im Ruhrgebiet mussten in den vergangenen Jahren viele Schwimmstätten aus finanziellen Gründen schließen. Öffentliche Bäder wären fast immer ein Zuschussbetrieb, beklagen unisono die Politiker der Altparteien.

T. Öllig

T. Öllig

Zur anstehenden Schließung vieler nordrhein-westfälischer Schwimmbäder erklärt die Gruppensprecherin der PRO NRW-Ratsgruppe Essen, Ratsfrau Christine Öllig:

„Dank der verfehlten Politik der Altparteien leisten wir uns demnächst Schwimmen nur noch als Trockenübung. Allein in NRW und dort insbesondere im Ruhrgebiet sind 100 Schwimmbäder so marode, dass sie in Kürze geschlossen werden müssen. Öffentliche Mittel für die Sanierung fehlen, schließlich ist es wichtiger, Millionenbeträge für die Unterbringung von Flüchtlingen und Milliardenbeträge für eine verfehlte Rettungspolitik der EU zu verpulvern. Die gesamte Infrastruktur in NRW geht schrittweise zugrunde. Wir können derzeit unsere Schwimmbäder, unsere Brücken, unsere Schulen und auch unsere Straßen nicht mehr angemessen unterhalten. Dies ist natürlich wenig verwunderlich, denn wer die halbe Welt mitfinanziert und rettet, der hat eben für die eigene Bevölkerung und deren Bedürfnisse kein Geld mehr!“

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