Regional / Freitag, 19.Juni.2015

Herne: Bis zu 1.000 Asylbewerber müssen bis Jahresende untergebracht werden

Die rund 155.000 Einwohner zählende Stadt Herne steht vor großen Problemen. Wie Sozialdezernent Johannes Chudziak bekannt gegeben hat, muss die Stadt bis Ende des Jahres etwa 1.000 Asylbewerber unterbringen. Bisher stehen allerdings nur rund 540 Plätze zur Verfügung.

Besonders viele Ruhegebietsstädte sind mit der Unterbringung von Asylbewerbern überfordert. Neben Duisburg, Essen, Oberhausen, Gelsenkirchen oder Mülheim an der Ruhr hat auch Herne größere Schwierigkeiten. Besonders die Stadtfinanzen sowie die personelle Situation bei den zuständigen kommunalen Ämtern bereiten den Politikern Kopfzerbrechen.

Die Stadtverwaltung prüft derzeit mehrere Grundstücke zur Errichtung neuer Asylunterkünfte und plant ebenso, alte und leerstehende Schulgebäude zu ertüchtigen, um Asylbewerber dort unterzubringen.

Im gleichen Atemzug kritisierte Sozialdezernent Chudziak die Vorhaben der Bundesregierung, die finanzielle Unterstützung der Kommunen bei der Asylbewerberunterbringung von 500 Millionen auf eine Milliarde Euro zu erhöhen. Laut Chudziak würde rund 1,6 Millionen Euro erhalten, muss aber selbst Kosten bis zu zehn Millionen Euro stemmen. In anderen Kommunen sieht es ebenso aus.

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