Aktuelles / Dienstag, 22.Februar.2011

Gesicht zeigen für Demokratie und Menschenrechte

Dass rund 12.000 Besucher im ISS Dome in Düsseldorf am kommenden Sonntag den türkischen Ministerpräsidenten Recep Erdogan sehen wollen, sei der aussagekräftigste Integrationsbericht über die Lage eingewanderter Türken, den man sich vorstellen könne, so der Internationale Sekretär der Pro-Bewegung und designierte Berliner Landesvorsitzende, Patrik Brinkmann:

Patrick Brinkmann knüpft derzeit für die Pro-Bewegung wichtige internationale Kontakte.

„Diese 12.000 Besucher pilgern zu Ihrem Präsidenten. Wenn sein bundesdeutscher Kollege erst vor Kurzem gesagt hat, der Islam gehöre zu Deutschland, dann kann man nur antworten, dass die Wahrheit eine andere ist. Die meisten dieser 12.000 Besucher, die einen Querschnitt der eingewanderten Türken darstellen dürften, empfinden sich offensichtlich selbst nicht als Teil Deutschlands. Und so wie die türkische Religionsbehörde mit der DITIB bereits die deutsche Lebenswelt mitbestimmt, reist mit Erdogan offensichtlich ein nichtgewählter Repräsentant vieler in Deutschland lebender Menschen nach Düsseldorf. Das ist ein nicht hinzunehmender Zustand.“

Brinkmann rief dazu auf, den Protest seiner Partei in Düsseldorf möglichst wirksam zu unterstützen: „In Düsseldorf gilt es, für Demokratie und Menschenrechte Gesicht zu zeigen. Noch immer werden in der Türkei Christen verfolgt und benachteiligt. Bevor Erdogan keine Veränderung der Verhältnisse veranlasst, müsste die Bundesregierung eigentlich ein Redeverbot für den Ministerpräsidenten in Deutschland aussprechen. Im Übrigen muss Erdogan endlich klar gemacht werden, dass sein Land nichts in der Europäischen Union zu suchen hat. Hände Weg von Christen und Juden in der Türkei, muss die Aufforderung sein. Und gleichzeitig sollte Herr Erdogan seinen integrationsunwilligen Landsleuten raten, wieder nach Hause zurückzukehren. Der Türkei kann man indes nur eines empfehlen: weniger Erdogan und mehr Atatürk. Denn eines muss klar sein: Auch das türkische Volk hat keine Islamisten verdient, die die Menschenrechte mit Füßen treten.

Die Stärkung des christlich-jüdischen Elements in der Türkei könnte ohne Zweifel zur Zivilisierung des Landes beitragen.“