Aktuelles / Montag, 4.August.2014

Essen:Drogenhandel expandiert in Altendorf

Altendorf entwickelt sich immer mehr zum zentralen Schwerpunkt des Rauschgifthandels in Essen.

Die Dealer werden immer dreister. Die Polizei scheint vor den vielfältigen Aktivitäten der Rauchgiftszene zu kapitulieren. Seit einem halben Jahr handelt auf der Altendorfer Straße eine Jugendbande, deren Angehörige zum größten Teil einen sogenannten Migrationshintergrund besitzen, Tag und Nacht mit harten Drogen. Es ist mittlerweile so weit, dass selbst Kinder von Kriminellen auf Drogen angesprochen werden. Zugleich prostituieren sich Frauen auf der Altendorfer Straße, um auf diese Weise ihre Drogen bezahlen zu können. Die Anwohner sind zutiefst verunsichert und haben auch jedwedes Vertrauen in die Polizei verloren. Niemand scheint der Kriminalitätsexplosion in Altendorf mehr Schranken setzen zu wollen. In ihrer Not versuchen sich einige Anwohner der Altendorfer Straße selbst zu helfen. In Hauseingängen hängen seit einigen Wochen Zettel, auf denen steht, dass man sich nicht im Eingangsbereich aufhalten dürfe. In einer Bäckerei lag sogar eine Unterschriftenliste aus, in der sich alle Bürger eintragen konnten, die ein stärkeres Vorgehen der Polizei wünschten. Auch diese Zivilcourage hat wenig geholfen. Die Drogenhändler bleiben auf ihren Stammplätzen. Ein gutes Dutzend, zumeist dunkelhäutige Männer, kontrollieren die Örtlichkeiten auf der Altendorfer Straße. Viele Anwohner meinen, dass der Stadtteil verloren sei und versuchen, schnellstmöglich in einen anderen Stadtteil umzuziehen.

T. Öllig

T. Öllig

Hierzu erklärt die PRO NRW-Kreisvorsitzende Ratsfrau Tina Öllig:

„In Altendorf ist es mitterweise fünf nach zwölf. Es muss endlich massiv gegen die dortige Drogenszene vorgegangen werden. Die Polizeipräsenz muss an diesem Brennpunkt der Kriminalität entschieden verstärkt werden. Es müssen neue Razzien durchgeführt werden, damit die Szene nicht zu Ruhe kommt. PRO NRW wird den Kampf gegen die Drogenkriminalität in Altendorf in den kommenden Monaten zu einem kommunalpolitischen Schwerpunktthema machen.“

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