Regional / Dienstag, 17.September.2013

Essen: Zwangs-Veggie-Day für Kantinen?

Die Essener Verwaltung plant für die nahe Zukunft für Donnerstage in den städtischen Kantinen der Stadt einen fleischfreien Tag. Dies geht aus einer Ratsvorlage vor, über die demnächst entschieden werden soll. Konkret gehe es um einen „Beitrag zur Gesundheitsförderung und zum Klimaschutz“, der ab 2014 zunächst in Kindertagesstätten geleistet werden solle.

Die harsche öffentliche Reaktion auf einen Veggie-Day-Vorschlag der bundesdeutschen Grünen ficht die Stadtverwaltung offenbar nicht an, denn sie will nun auch einen obligatorischen „vegetarischen Donnerstag“ für alle städtischen Kantinen einführen.

Dieser Vorstoß wird im Rahmen der „Fortschreibung 2013“ des „Integrierten Energie- und Klimakonzepts der Stadt Essen“ erhoben. Dort gibt es auf knapp 80 Seiten eine Fülle von Maßnahmenzur Steigerung der Energieeffizienz. Fleischverzicht zählt ebenso zu den Kernthemen.

Erstellt hat das Thesenpapier das städtische Umweltamt. „Beglückt“ sollen mit dem fleischfreien Tag ab 2014 zunächst die Kindertagesstätten werden, so in der Antragsbegründung für den Stadtrat, der in seiner kommenden Sitzung über den „Veggie-Day“ und andere Maßnahmen zur Energieeffizienz entscheiden soll.

Als Begründung dient angebliche Gesundheitsförderung und verstärkter Schutz des Weltklimas.

Zu dieser Initiative äußerte sich die Essener Kreisvorsitzende Tina Öllig:

„Man möge glauben, dass der bundesweite „Shitstorm“ gegen den Grünen-Vorschlag eines „Veggie-Day“, sowie deren Absturz in den Umfragen die Fronten in dieser Sache geklärt habe, doch zumindest in Essen irrt man wohl. Eine derartige Maßnahme ist keinem freiheitsliebenden Bürger zumutbar. Durchaus passend jedoch, dass man im links-grünen Verbotsland NRW der Bevölkerung nach dem auf breiter Front abgelehnten Rauchverbot nun auch noch die Verköstigung vorschreiben möchte. Selbstredend lehnt PRO NRW diesen Vorstoß ab. Jeder Bürger ist mündig genug, um selbst über seine Essgewohnheiten zu bestimmen!“

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