Essen: Freisprüche im Prozess um angebliche Übergriffe in der Asylunterkunft im Opti-Gewerbepark
Aktuelles, Regional, Top-Themen / Mittwoch, 22.Juni.2016

Essen: Freisprüche im Prozess um angebliche Übergriffe in der Asylunterkunft im Opti-Gewerbepark

(c) Fotolia / Stauke

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Vier Sicherheitsleute waren bekanntlich mit massiver Unterstützung der Medien von der Asyllobby beschuldigt worden, einen Asylbewerber im Essener Opti-Park schwer misshandelt zu haben.

Angeblich sollen die vier Wachleute einem 22-jährigen Asylsuchenden willkürlich Kaffee aus der Kantine im Flüchtlingsheim Opti-Park verweigert haben. Daraus soll dann ein massiver Streit entstanden sein, bei dem laut Anklage geschlagen, getreten und Steine geflogen sein sollen. Die Wahrheit sah wohl etwas anders aus. Jedenfalls endete der Prozess vor dem Schöffengericht in Essen gestern mit Freisprüchen.

Die damaligen Vorfälle vom September 2014 hatten ein großes mediales Aufsehen erregt und galten für die Altparteien als Beleg für selbstherrliches, brutales Gebaren des privaten Asyl-Dienstleisters. Im Prozess brachen nun die Vorwürfe vollständig zusammen. Selbst die Staatsanwaltschaft plädierte auf Freispruch.

Die Darstellung des Asylsuchenden, der sich damals ohne Papiere auf den Weg nach Essen gemacht hatte, nachdem er 15 Jahre in Italien gelebt hatte, war voller Widersprüche. Weinerlich erklärte er, er habe gehofft, in Essen Arbeit zu finden. Er lebte drei Wochen im Opti-Park und kehrte inzwischen zurück nach Italien.

Die Wachleute sind nun jedenfalls vollständig rehabilitiert worden. Die Medienkampagne der Asyllobby ist mit dem gestrigen Urteil in sich zusammengebrochen. Leider wird natürlich über die Freisprüche im Gegensatz zu den bundesweiten Vorverurteilungen von September 2014 nur in der Lokalpresse berichtet. PRO NRW zeigt sich jedenfalls erfreut, dass mit dem gestrigen Urteil eine üble Medienkampagne widerlegt werden konnte.

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