Regional / Freitag, 4.Oktober.2013

Ennepetal: Müde und Ausgerenzelt!

Auch in Ennepetal fand in den dortigen Gremien auf Antrag der Bürgerbewegung PRO NRW eine Debatte um die Einführung des als „Renzel-Konzeptes“ bekanntgewordene Asylmodell des Essener CDU-Sozialdezernenten Peter Renzel statt.

Hier sollte das Konzept nicht nur beschlossen werden, sondern zugleich der Schöpfer des Renzel-Konzeptes zur Vorstellung selbiges freundlich in die Ennepetaler Gremien eingeladen werden, so der Antrag der wackeren Bürgerbewegung.

Obwohl nach mehrfacher parlamentarischer Spaltung des bürgerlichen Lagers in Ennepetal nun mehrere sogenannte christliche Fraktionen am Start sind, und man vielleicht denken konnte, dass eine davon ihrem Parteifreund Renzel vielleicht affin sei, konnte von einer echten Debatte keine Rede sein. Die knappen Millionen Euro aus dem Ennepetaler Haushalt, die der Bewirtung und Unterbringung der Asylanten dienen, waren den anderen Parteien noch nicht einmal einen einzigen Redebeitrag wert, so dass PRO NRW Parlamentarier Andre Hüsgen einmal mehr allein auf weiter Flur die Interessen der einheimischen steuerzahlenden Bevölkerung vertreten musste. Was beispielsweise die Ennepetaler Grünen von Einsparmöglichkeiten bei Armutsflüchtlingen halten, machte Stefan Mayer-Stoye dem PRO NRW Mandatar durch demonstratives Gähnen bei dessen Redebeitrag deutlich.

„Deshalb habe ich meinen Redebeitrag auch unterbrochen und Herrn Mayer-Stoye gefragt, ob er vielleicht der Debatte um die Pädophilie in seiner Partei müde wäre und deshalb immer gähnen müsse“ so PRO NRW Ratsvertreter Andre Hüsgen.

Und weiter: „Es ist schon bezeichnend : Einerseits wird über evtl. anstehende Millionenzahlungen für unsere eigenen notleidenden Städte erbittert diskutiert, andererseits wird völlig widerstandslos und willfährig ein knappes Milliönchen für Menschen gezahlt, denen größtenteils keine Leistungen im Kontext des deutschen Asylbewerberleistungsgesetzes zustehen. Die Ennepetaler Politiker benehmen sich wie ein Familienvater, der nach außen den dicken Max macht und Gelder in alle Welt verprasst, während er seine eigene Familie darben lässt. Ich wiederhole hier auch gerne meine Bitte, dass die Ennepetaler Politiker gerne bei sich zu Hause derartige Gäste auf eigene Kosten aufnehmen können und so auch direkt die unvergleichlichen Vorteile des interkulturellen Zusammenlebens hautnah erleben dürfen.“

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