Aktuelles / Sonntag, 27.Februar.2011

Düsseldorf: Demonstrationsfreiheit nur für Migranten?

Rund 100 Mitglieder der Bürgerbewegung pro NRW protestierten am Sonntag gegen den Redeauftritt des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan im ISS Dome. Die islamisierungs- und überfremdungskritische  Kundgebung konnte allerdings nicht direkt – wie eigentlich mit der Polizei vorab vereinbart – an der Theodorstraße stattfinden, sondern nur in einer angrenzenden Seitenstraße. Auch eine spontan angemeldete Demonstration zum ISS Dome nach Beendigung der offiziellen Mahnwache wurde von der Polizeiführung in Düsseldorf nicht zugelassen. Einige hundert kurdische Demostranten konnten dagegen zuvor in Richtung Erdogan-Veranstaltung marschieren!

Ungeachtet des zweifelhaften Verhaltens der Polizei skandierten die Pro-NRW-Anhänger laut und deutlich Erdogan-kritische Sprechchöre und empfingen den islamistischen Politiker in Anwesenheit zahlreicher Medienvertreter mit einem Plakat „Erdogan go home!“. Markus Beisicht, Patrik Brinkmann, Andreas Molau, Markus Wiener, Regina Wilden und Jörg Uckermann verurteilten in ihren Reden einmütig den kolonialen und integrationsfeindlichen  Habitus Erdogans und den fragwürdigen Polizeieinsatz, gegen den bereits in diesen Stunden rechtliche Schritte geprüft werden.

Ein ausführlicher Bild- und Videobericht zur Pro-NRW-Kundgebung wird am Montag auf dieser Internetseite veröffentlicht werden.