Regional / Dienstag, 14.September.2010

Duisburg: Pattex-Adolf bleibt vorerst im Amt

Abwahl von Duisburgs Skandal-OB Adolf Sauerland gescheitert: Der umstrittene Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) bleibt vorerst im Amt. Im Stadtrat wurde gestern die für eine Abwahl notwendige 2/3-Mehrheit nicht erreicht. Für die Annahme des Antrages stimmten 41 Ratspolitiker. Notwendig wären aber 50 von 74 Stimmen gewesen. Sauerland selbst durfte aus rechtlichen Gründen nicht an der Abstimmung teilnehmen.

Die Abstimmung fand in einer hitzigen Atmosphäre statt. Vor dem Duisburger Rathaus versammelten sich gut ein Dutzend Bürger mit Migrationshintergrund, die für ihr Idol Sauerland demonstrierten und zugleich noch mal sein Engagement für den Bau der überdimensionierten Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh herausstellten.

Zur gescheiterten Abwahl von OB Sauerland erklärt der pro-NRW-Vorsitzende Rechtsanwalt Markus Beisicht:

pro-NRW-Vorsitzender Rechtsanwalt Markus Beisicht

„Der Duisburger Stadtrat hat gestern eine historische Chance verpasst. Stattdessen hat er nochmals die gesamte Duisburger Kommunalpolitik als verantwortungslos und beratungsresistent in der Öffentlichkeit bloßgestellt. Es war noch nicht einmal möglich, den politisch Hauptverantwortlichen für die Katastrophe mit 21 Toten abzuwählen. Sauerland weigert sich beharrlich Konsequenzen aus der Katastrophe zu ziehen, obwohl er diese Veranstaltung gegen den Rat von hochqualifizierten Fachleuten in Duisburg politisch durchgeboxt hat. Er möchte weiter in eigener Sache den Aufklärer spielen, obwohl er in ganz Duisburg zu einer persona non grata geworden ist. Er verteidigt halt seine Bezüge und seine Pensionsansprüche mit allen Mitteln.

Die Duisburger Bürgerschaft muss ohnmächtig diesem demokratieabträglichen Schauspiel zusehen. Verantwortung wird in diesem Lande von den abgewirtschafteten Politikern der Altparteien nicht mehr übernommen. Ein kommunalpolitisches Engagement wird vielmehr als Schlüssel zur Lösung der eigenen sozialen Frage auf Kosten der Steuerzahler missverstanden. Pattex-Adolf wird zum Symbol für eine selbstverliebte, beratungsresistente und nicht mehr erneuerbare kommunalpolitische Klasse!

Pro NRW wird in Duisburg kommunalpolitisch am Ball bleiben. Für uns wird es kein „wieder zur Tagesordnung übergehen“ geben. Wir werden Flagge zeigen, wenn Sauerland den Weihnachtsmarkt eröffnet, wenn er Sportler ehrt oder den ersten Spatenstich zur Umsetzung einer Großinvestition vornimmt. Duisburg darf nicht länger von einem moralisch und politisch angreifbaren Oberbürgermeister repräsentiert werden.“