Aktuelles / Freitag, 11.Februar.2011

CDU ist zur Versorgungs- und Umverteilungsbetrieb verkommen

Wenigstens die Verteilung von Versorgungsposten läuft bei der CDU in Nordrhein-Westfalen wie geschmiert. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Andreas Krautscheid die Interessen seiner Partei nun als stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken weiter vertreten will – oder war das umgekehrt bereits der Fall und Krautscheid sitzt jetzt wieder an der Quelle? Auf der Reserveliste steht nun Regina van Dinther, die sich damit wieder unauffällig ins Geschäft seilt.

Dinther war bis 2010 Landtagspräsidentin und musste zurücktreten, weil sie allein für zwei Sitzungen des Regionalbeirats NRW der RAG im Jahr 2009 30.000 Euro eingesteckt hatte – zu ihren üppigen Einkünften als Abgeordnete und Landtagspräsidentin. Die soziale Kompetenz unterstrich van Dinther auch, indem sie über zwölf Jahre lang keine Mitgliedsbeiträge an ihre Partei entrichtet hatte. Und nun ist sie also wieder da. Wie die ausgebildete Diplom-Ingenieurin für Bekleidungstechnik allerdings noch die Zeit finde, sich um die Belange der Bürger im Landesparlament zu kümmern, so Pro-NRW-Generalsekretär Markus Wiener, sei ihm schleierhaft.

Als Mitglied  im Kuratorium der Evangelischen Stiftung Volmarstein, im Vorstand der Karl Arnold Stiftung, im Verwaltungsrat des Freizeitzentrums Kemnade, Witten, als stellvertretende Vorsitzende von „Donum vitae e.V.“ Hattingen, Mitglied im Kuratorium des St. Patrokli Dombauvereins, Soest sowie Mitglied des Beirats des Grenzenlos e.V., Düsseldorf habe Regina van Dinther bereits schon jetzt einiges auf der Agenda.

Pro-NRW-Generalsekretär Markus Wiener

Der Fall zeige einmal mehr, so Wiener, dass die CDU zum Versorgungs- und Umverteilungsbetrieb für maßlose Politiker verkommen sei: „Entweder schafft die CDU Posten und Pöstchen in der Wirtschaft oder bei gut bezahlten staatlichen Institutionen oder sie verteilt die Steuergelder selbst für korrupte Politiker. Der Fall Dinther beweist einmal mehr, wie dringend die Union eine vernünftige Opposition benötigt. Wir werden der Röttgen-Truppe gehörig Dampf machen, damit in NRW endlich wieder eine bürgerliche Politik gemacht und nicht nur die soziale Frage von Frau van Dinther und ihren Kollegen gelöst wird.“