Aktuelles / Freitag, 19.Oktober.2012

Bonn: Mildes Urteil für salafistischen Messerstecher

Mit nur 6 Jahren Haft kommt der islamistische Messerstecher Murat K. davon, der im Mai 2012 am Rande einer PRO-NRW-Kundgebung in Bonn zwei Polizeibeamte mit gezielten Stichen in die Oberschenkel schwer verletzt hat. Dabei war es nur purer Zufall, dass die tiefen Stiche keine tödlichen Folgen hatten, etwa durch Verletzungen der Hauptschlagader im Oberschenkel. Der reuelose türkische Staatsbürger Murat K. hätte auf jeden Fall gerne noch schlimmeres verursacht. Im Prozess bedauerte er tatsächlich, dass das Messer nicht noch schärfer gewesen sei! Denn: „Jeder der den Propheten Mohammed beleidigt, verdient den Tod.“ Und Polizisten, die die deutsche Rechtsordnung schützen, seien deshalb ein legitimes Ziel.

Detlev Schwarz

„Wir können nur sagen, dass wir – genauso wie die Gewerkschaft der Polizei – das Urteil für viel zu milde halten“, kommentiert der Bonner PRO-NRW-Kreisvorsitzende Detlev Schwarz die heutige Entscheidung. „Warum hat die Staatsanwaltschaft nur auf Körperverletzung plädiert, und nicht weiter auf versuchten Mord, wie anfangs angekündigt? Solche Täter gehören schwerstmöglich bestraft! Ebenso ist die anschließende dauerhafte Sicherheitsverwahrung zu prüfen, wenn keinerlei Reue gezeigt wird und im Gegenteil umgehend mit neuen solchen Verbrechen nach Haftentlassung zu rechnen ist. Ausländische Staatsbürger unter solchen Tätern gehören nach einer Haftentlassung außerdem in ihre Herkunftstländer abgeschoben!“