Aktuelles / Montag, 17.Januar.2011

Bonn: LKA-Geheimpapier bestätigt pro-NRW-Kreisverband

Das Landeskriminalamt (LKA) teilt in einem Geheimpapier, welches dem General-Anzeiger Bonn (GA) vorliegen soll, insgesamt 175 gewaltbereite Muslime in Bonn in die Kategorien „Führungspersonen“ und „mögliche Ausführer“ ein. Ein besonders pikantes Detail: Einige Vertreter des „Rats der Muslime in Bonn“ und verschiedener Moschee-Gemeinden finden sich auf der Liste wieder. Sie fühlen sich zu Unrecht stigmatisiert, da sie 2009 öffentlichkeitswirksam eine Erklärung gegen Gewalt und Terror unterzeichnet haben. Sehr glaubwürdig ist dies angesichts bereits aufgeflogener Querverbindungen zwischen dem „Rat der Muslime in Bonn“, der islamischen Partei „Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit“ und mangelnder Distanz zu salafistischen Bestrebungen nicht wirklich.

Insbesondere die salafistische Szene ist lokal stark vertreten, denn als Angehöriger des legalistischen Flügels (verbal Gewalt ablehnend) lebt der deutschstämmige Konvertit Pierre Vogel in der Stadt, dessen Wohnung im Rahmen einer bundesweiten Razzia erst Mitte Dezember 2010 durchsucht worden ist, während vom dschihadistischen Flügel (Gewalt offen befürwortend) der 29-jährige Said E. alias Abu Dujana ein nicht unbekannter Wortführer ist. Mit den Marokkanern Bekkay Harrach sowie den Brüdern Mounir und Yassin Chouka gibt es drei ehemalige Bewohner Bonns, die aktiv sind im „Heiligen Krieg“ an der afghanisch-pakistanischen Grenze. Die Bundesstadt kann mittlerweile leider alle Spielarten des Islam-Terrorismus in ihrem Bereich vorweisen.

Unterdessen ist Polizeipräsident Wolfgang Albers (SPD) wie so oft um Beschwichtigung bemüht. Er will „deutlich unter 20“ wirklich gewaltbereite Radikal-Muslime im Stadtgebiet ausgemacht haben. Es stellt sich die Frage, ob Albers keinen Vertrauensverlust unter den Bürgern der Stadt befürchtet? Wer glaubt schon jemandem, der immerzu in die Rolle des Verharmlosers vom Dienst schlüpft? Seine Relativierung: „Die Situation ist schon ernst zu nehmen.“, wirkt abgedroschen. Tatsächlich ist es sehr traurig, wie weit die islamisch-extremistische Bedrohung in Bonn gediehen ist.

Nico Ernst, pro-NRW-Stadtverordneter in der Bundesstadt Bonn

„Wieder einmal sind die Ergebnisse unserer Recherchen vollumfänglich in einem Massenmedium bestätigt worden“, freut sich der Bonner pro-NRW-Stadtverordnete Nico Ernst. Weiter erklärt Ernst: „Die einzigen Wermutstropfen bestehen im GA erstens aus der Konstruktion eines Gegensatzes vom ‚gutem Islam’ und ‚bösem Islamismus’ und zweitens im konsequenten Verschweigen des Engagements unserer Bürgerbewegung pro NRW als einziger islamkritischer Kraft im Stadtrat. Unsere Partei hat beispielsweise schon vor dem GA darauf hingewiesen, dass das Salafisten-Seminar, bei dem u. a. Abu Dujana als Referent aufgetreten ist, im Zeitraum des zurückliegenden Jahreswechsels in Mayen statt in Beuel durchgeführt worden ist. Allerdings werden wir Mittel und Wege finden, die Schweigespirale der Massenmedien zu durchbrechen.“