Regional / Freitag, 22.Mai.2015

Bonn: Erstaunliche Erkenntnisse bei Asyl-Diskussion

Am Abend des 21. Mai fand im Gemeindesaal der Erlöserkirche im Godesberger Villenviertel eine Diskussionsveranstaltung unter dem Motto „Refugees Welcome?“ statt. Ausrichter war der FDP-Europaparlamentarier Alexander Graf Lambsdorff.

Neben Lambsdorff waren auf dem Podium mehrere regional und bundesweit bekannte Politiker vertreten. Simone Stein-Lücke (CDU) repräsentierte als Bezirksbürgermeisterin den Stadtbezirk Bad Godesberg, während der Röttgener FDP-Stadtverordnete und Landtagsparlamentarier Dr. Joachim Stamp als „Integrationsexperte“ vorgestellt wurde. Weiterhin war mit Rupert Neudeck ein langjähriger politischer Aktivist präsent, der bereits vor Jahrzehnten mit der Rettung vietnamesischer Bootsflüchtlinge Schlagzeilen produzierte.

Neudeck war auch der Einzige der Anwesenden, der wirklich Klartext in Bezug auf die aktuelle Flüchtlingssituation sprach. Er lehnte die Einrichtung von Asylzentren auf afrikanischem Boden ab, da die Zuwanderer von dort so oder so nicht politisch verfolgt würden, genau wie die große Mehrheit aller Asylbewerber in Deutschland. Auch konstatierte er, dass nur eine geringe Minderheit aller abgelehnten Asylbewerber überhaupt abgeschoben werden.

Daran anknüpfend meldete sich der PRO-NRW-Stadtverordnete Christopher Freiherr von Mengersen zu Wort, und erkundigte sich nach den Gründen für diese Praxis. Er stellte zutreffend fest, dass es keinesfalls an Aufnahmebereitschaft mangeln würde, wenn ausschließlich politisch Verfolgte auf Zeit Asyl erhalten würden, und keine Wirtschaftsflüchtlinge beispielsweise aus dem Balkanraum. Zwar wurde die Frage nur ausweichend beantwortet, aber der verbale Umgang der Liberalen und Christdemokraten mit dem nationalen Oppositionspolitiker war erfrischend unkompliziert.

cvm4„Obwohl meine Frage nicht zufriedenstellend beantwortet werden konnte, empfand ich die Veranstaltung insgesamt als informativ und bereichernd.“,

so der 22-jährige Stadtverordnete von Mengersen.

„Im Nachgang konnten mit mehreren Bürgern aber auch Vertretern der FDP bei einem gekühlten Getränk angeregt diskutiert werden. Es zeigt sich, dass PRO NRW in der Godesberger Kommunalpolitik angekommen ist.“,

stellte der Student der Rechtswissenschaften abschließend fest.

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