Aktuelles / Mittwoch, 9.Oktober.2013

Den Bock zum Gärtner gemacht? Bonner Islamlobby salafistisch unterwandert!

Neun Moscheevereine und mehrere islamische Organisationen gründeten am 21. August 2006 den „Rat der Muslime in Bonn“, einen Zusammenschluß, dessen Aufgabe laut Eigenangabe darin besteht, „über kommunale Anliegen, Bedürfnisse, Wünsche sowie Aufgaben und Projekte, die Muslime in Bonn betreffen, zu beraten, diese entsprechend zu kommunizieren und möglichst für alle Seiten zufriedenstellende Lösungen zu finden.“ Eine reine Lobbygruppe also, die sich selbst als Vertretung aller rund 30.000 Muslime in der ehemaligen Bundeshauptstadt sieht.

Man diente sich seit der Gründung selbstverständlich auch städtischer Seite als kompetenter muslimischer Ansprechpartner an. Bekannt wurde der „Rat der Muslime in Bonn“ indes vor allem für seine mediale Lobbyarbeit beim Bau einer überdimensionierten Moschee in Bonn West. Die Stadt Bonn holte den Rat in der Vergangenheit regelmäßig an seinen Tisch, brüstete sich immer wieder damit, wie friedlich und harmonisch das Zusammenleben mit den muslimischen Einwohnern Bonns sei. Das dürfte sich nun ändern, denn der Verdacht erhärtet sich, daß der Zusammenschluß unter dem wachsenden Einfluß radikaler Salafisten steht. Die WELT, die FAZ und auch der WDR berichteten mittlerweile über fragwürdige Kontakte und Bestrebungen.

So habe der „Rat der Muslime in Bonn“ bereits Ende 2012 einen Antrag gestellt, in der JVA Rheinbach bei Bonn muslimische Gefangene betreuen zu dürfen. Unter den fünf vorgeschlagenen Seelsorgern sollen jedoch drei polizeibekannte radikale Salafisten gewesen sein, wie der NRW-Verfassungsschutz Anfang 2013 ermittelte und weswegen der Antrag letztlich abgelehnt wurde. Im Zentrum der aktuellen Diskussion steht vor allem auch der neue Sprecher des Rats, Karim Lakhal. Dieser soll eine Spendenaktion für den dubiosen Verein „Helfen in Not“ mit Sitz in Neuss-Weckhoven mitorganisiert und tatkräftig beworben haben. Bei Spendenaktionen des Vereins sollen Nachwuchs-Krieger für den Kampf gegen Syrien rekrutiert worden sein. Für den nordrhein-westfälischen Verfassungsschutz gibt es daher „tatsächliche Anhaltspunkte dafür, daß es sich bei dem Verein um eine extremistische salafistische Bestrebung handelt“, wie Behördenleiter Burkhard Freier nun gegenüber der Presse zugab. Der Vorsitzende und der Vorstand des Vereins seien „dem Verfassungsschutz seit geraumer Zeit als Anhänger einer extremistischen, islamistischen Ideologie bekannt.“ Nach dem Willen des nordrhein-westfälischen Innenministers Ralf Jäger (SPD) soll künftig neben Düsseldorf und Bochum auch Bonn das neue Aussteigerprogramm „Wegweiser“ für extremistische Salafisten erhalten, da Bonn als Hochburg des gewaltbereiten und terrorismusverdächtigen dschihadistischen Salafismus gelte.

„Das ist eine peinliche Schlappe für die Stadt Bonn und auch das nordrhein-westfälische Innenministerium“, bewertet Detlev Schwarz die Angelegenheit äußerst kritisch. Der Bonner Kreisvorsitzende von PRO NRW wundert sich zudem über die lahme Reaktion der nordrhein-westfälischen Schlapphüte: „Da wird Anfang 2013 bekannt, daß drei von fünf vorgeschlagenen Seelsorgern dem Salafismus nahestehende Islamisten sind und man benötigt mehrere Monate um öffentlich darauf hinzuweisen? Bei anderen Extremisten wäre nicht eine Woche ohne entsprechende Konsequenzen vergangen“, kritisiert er die Untätigkeit der Behörden und ergänzt: „Was wurden wir von PRO NRW als Islamhasser verschrien, als wir auf die Gefährlichkeit solcher Lobbyvereine hinwiesen und nun entpuppt sich der Rat der Muslime in Bonn als salafistisch unterwandert. Spätestens als der Rat eine Gegendemonstration gegen unsere Kundgebung in Bonn-Lannesdorf mitorganisierte, die mit gewalttätigen Ausschreitungen von aus ganz Deutschland angereisten Salafisten endete, hätte man den Rat kritischer unter die Lupe nehmen müssen. Fragen muß man sich auch, warum andere Muslime die Salafisten offenbar gedeckt haben. Aber mit solchen Fragen stört man ja nur die harmonische Selbstdarstellung der Stadtoberen“, schließt Schwarz entrüstet.