Aktuelles / Freitag, 6.Juli.2012

Bergheim: PRO NRW und SPD gemeinsam für Fairness im Sport

Eine ungewöhnliche Allianz tat sich in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause im Stadtrat Bergheim auf. PRO NRW und Teile der SPD-Fraktion plädierten gemeinsam für eine faire Vergabe der Spiel- und Trainingszeiten im Lukas-Podolski-Sportpark. Ebenfalls ungewöhnlich war die Frontlinie des Konflikts: Während die meisten übrigen Ratsmitglieder den höchstklasssigen Bergheimer Fußballclub, Hilal Maroc, von dem einzigen Rasensportgelände der Kreisstadt verbannen wollten, plädierten PRO-NRW- und SPD-Stadträte für Fairness bei der Vergabepraxis. Der PRO-NRW-Fraktionsvorsitzende Jürgen Hintz sprach im  Anschluss von einer völlig verfehlten Integrationspolitik der Verwaltung und der Mehrheitsfraktionen, die bei vielen Problembereichen wie der Ausländerkriminalität die Augen verschließen, aber ausgerechnet beim Sport diskriminierend vorgehen würden.

Auch der deutsche Trainer von Hilal, Josef Pfeifer, äußerte gegenüber der Presse den Verdacht, dass die genannten Gründe der Platzverweigerung nur vorgeschoben seien. Der Stadt-Anzeiger berichtete wie folgt:

Im Fall des Lukas-Podolski-Sportparks empfahl der Rat der Verwaltung, dort weiterhin den FC Bergheim 2000, SV Viktoria Thorr und den LC Jugend 07 Bergheim unterzubringen. Hilal Maroc solle die Sportanlage Ahe ab dem 9. Juli zur Verfügung gestellt werden. Allerdings stehe es Hilal frei, die Nutzung einer anderen Sportstätte zu beantragen. Teile der SPD und die Fraktion Pro NRW scheiterten mit ihrem Vorschlag, Hilal Maroc zumindest für Training und Spielbetrieb der ersten Mannschaft den Lukas-Podolski-Sportpark zu öffnen …

Laut Hilal-Trainer Josef Pfeiffer gibt es keine Kapazitätsprobleme im Sportpark. Er vermutet, dass Lukas Podolski hinter allem stecke. Der Nationalspieler aus Bergheim, der viel Geld in den nach ihm benannten Sportpark gesteckt habe, hat Hilal einst gefördert – dann aber den FC Bergheim in seine Gunst genommen. „Jetzt sind wir nicht mehr erwünscht.“ Zwar sei Hilal in Aussicht gestellt worden, die Meisterschaftsspiele weiterhin im Sportpark austragen zu dürfen. „Aber auch der DFB möchte nicht, dass in solch einer hohen Spielklasse auf Asche trainiert und auf Kunstrasen gespielt wird. Das ist Wettbewerbsverzerrung.“

Die Bürgerbewegung PRO NRW hat in Bergheim dagegen erneut bewiesen, dass es ihr vor allem um sachgerechte und faire Politik geht, und die ewigen Rassismus- und Ausländerfeindlichkeitsvorwürfe bloße Unterstellungen der Altparteien sind. „Da, wo es wirklich Probleme mit Ausländern und der Integration gibt, sind wir die ersten, die das ungeschminkt zur Sprache bringen, wie z.B. im Problemstadtteil Südwest. Aber ebenso setzen wir auf einen fairen und gerechten Umgang miteinander, wo Integration und friedliches Zusammenleben oftmals gelingt: Beim Sport!“