Aktuelles / Montag, 3.August.2015

Bergheim: Förderschüler müssen Asylbewerbern weichen

Die teilweise lernbehinderten Schülerinnen und Schüler der Helen-Keller-Schule in Bergheim müssen nun ihre auf sie angepassten Schulräumlichkeiten verlassen.

Die speziellen Therapieräume und die Werkstätten der Förderschule werden nun zur Unterbringung von Asylbewerbern zweckentfremdet. Die 75 betreuungsbedürftigen Förderschüler wurden in einer Nacht- und Nebelaktion in die nicht für sie eingerichtete benachbarte Hauptschule umquartiert.

Die Eltern der Förderschüler reagierten entsetzt: „Das kann doch nicht sein, dass die Förderschüler nun Asylbewerbern weichen müssen“, empörte sich völlig zu Recht die Schulpflegschaftsvorsitzende Rösing, zumal die bewährte Förderschule über ganz spezielle Therapieräume und Werkstätten verfüge, um Kinder mit Lern- und Entwicklungsstörungen erfolgreich in den Arbeitsmarkt vermitteln zu können.

Der Bergheimer Beigeordnete Rössler ließ sich vom berechtigten Unmut der Eltern ganz politisch korrekt nicht beeindrucken. Er erklärte lapidar, dass Bergheim Asylbewerber aufnehmen müsse und über keine anderen adäquaten Räumlichkeiten verfüge. Zudem seien Asylbewerber genauso Menschen wie die Schüler!

Rechtsanwalt Markus Beisicht

Rechtsanwalt Markus Beisicht

Hierzu erklärt der PRO NRW-Parteivorsitzende Rechtsanwalt Markus Beisicht:

„PRO NRW solidarisiert sich ausdrücklich mit den betroffenen Eltern der Helen-Keller-Schule. Es ist zudem völlig inakzeptabel, Asylbewerbern, deren Asylanträge zum allergrößten Teil als offensichtlich unbegründet abgelehnt werden, ein Vorrecht auf die vom Steuerzahler finanzierten Einrichtungen für Förderschüler zu gewähren.

Zudem bräuchte man in Bergheim keine Förderschulen für Asylbewerber zu beschlagnahmen, wenn man wenigstens die abgelehnten Asylbewerber und die ausreisepflichtigen Ausländer zügig abgeschoben hätte.

PRO NRW wird gegen die Beschlagnahme der Förderschule rechtlich und politisch vorgehen. Unser Ziel bleibt, die Förderschule für die lernbehinderten Schülerinnen und Schüler zu erhalten.“

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