Aktuelles / Freitag, 19.März.2010

„Abendland in Christenhand“

Eckdaten der Anti-Minarettkonferenz im Ruhrgebiet heute auf pro-NRW-Pressekonferenz besprochen

Auf einer gut besuchten Pressekonferenz der Bürgerbewegung pro NRW wurden heute die Eckdaten zu der in Kürze bevorstehenden Anti-Minarettkonferenz der Pro-Bewegung samt öffentlichkeitswirksamen Rahmenprogramm besprochen. Der pro-NRW-Vorsitzende Markus Beisicht, Generalsekretär Markus Wiener und der Ruhr-Bezirksvorsitzende Garry Hauer stellten den Hörfunk- und Printjournalisten heute im Erkerzimmer von Schloss Horst in Gelsenkirchen das Programm des komplettern islamkritischen Wochenendes vom 26. bis zum 28. März vor und beantworteten im Anschluss die Fragen der Reporter.

Nach einem einleitenden Statement des Bezirksvorsitzenden Hauer ging Markus Beisicht in die Details. Sämtliche Veranstaltungspunkte des islamkritischen Wochenendes unter dem Motto „Abendland in Christenhand“ wären inzwischen im Einvernehmen mit der Polizei besprochen und genehmigt. Hierzu betonte Beisicht insbesondere, dass er das bisherige Auftreten der zuständigen Staatsanwaltschaften und Polizeidienststellen nur gutheißen könnte. „Die Ermittlungen gegen linksextreme Blockadeaufrufe gegen unsere genehmigten und friedlichen Kundgebungen und Veranstaltungen sind absolut begrüßenswert – und auch rechtlich zwingend geboten. Schließlich schreibt unser Grundgesetz der Versammlungs- und Meinungsfreiheit eine überragende Bedeutung in unserer Demokratie zu, und selbstverständlich sind die staatlichen Stellen gesetzlich dazu verpflichtet, unsere Rechtsordnung zu schützen, egal ob nun gegen Extremisten von rechts- oder linksaußen.“

Zum eigentlichen Konferenzteil im Rahmen eines pro-NRW-Themenparteitages am Samstag im Gelsenkirchener Schloss Horst erwartet Beisicht etwas über 200 Delegierte und Gäste, wobei die Anzahl der Besucher eigentlich nur durch die Brandschutzbestimmungen der städtischen Einrichtung begrenzt werde. Das Interesse hätte leicht auch für 400 oder 500 Teilnehmer gereicht.

Zugesagt haben u.a. Abgeordnete und hochrangige Funktionäre der FPÖ und des Vlaams Belang ebenso wie rechtsdemokratische Politiker und Islamkritiker aus Frankreich, Italien,, den Niederlanden, der Schweiz, Skandinavien und Osteuropa. Auf der Konferenz sollen die Möglichkeiten für ein EU-Bürgerbegehren und für eine NRW-Volksinitiative für ein Minarettverbot nach Schweizer Vorbild erörtert werden und dann dementsprechende Beschlüsse gefasst werden. Zum abschließenden Höhepunkt des islamkritischen Aktionswochenendes, also zum Protestmarsch auf die Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh, rechnet der pro-NRW-Vorsitzende mit über 1500 Teilnehmern, wobei alleine schon etliche Hundert Anhänger befreundeter patriotischer Gruppierungen aus Flandern und Frankreich mit Reisebussen dazu anreisen werden.

„An dieser Stelle möchte ich mich auch noch einmal ausdrücklich von den zeitgleich am Sonntag stattfindenden Gegendemonstrationen rechter und linker Extremisten in Duisburg distanzieren“, erklärte Beisicht weiter. „Insbesondere die vom Verfassungsschutz quasi ferngesteuerte neonazistische NPD soll ja an diesem Tag möglichst in der Nähe der pro-NRW-Demonstration die gewünschten klischierten Bilder abliefern, um unseren freiheitlich-patriotischen Politikansatz und die rechtsdemokratischen Gäste aus dem Ausland möglichst stark zu diskreditieren. Aber bei diesem miesen Spiel werden wir nicht mitmachen und wir werden einen deutlich sichtbaren Trennungsstrich zwischen uns und diesen unerwünschten Trittbrettfahrern machen.“

„Auch alle sechs Mahnwachen vor islamistischen Zentren und Moscheen zum Auftakt am Freitag werden natürlich ohne Ausnahme genauso wie geplant durchgeführt werden“, ergänzte im Anschluss Generalsekretär Markus Wiener. „Und schon bei dieser Auftaktserie werden hochrangige europäische Delegationen mit dabei sein, u.a. der Vlaams-Belang-Fraktionsvorsitzende im flämischen Parlament Filip Dewinter und der österreichische Nationalratsabgeordnete und Vorsitzender des Vereins SOS Abendland, der Linzer FPÖ-Politiker Werner Neubauer.“ Und hier eine kleine chronologische Übersicht des islamkritischen pro-NRW-Wochenendes im Ruhrgebiet:

Freitag 26. März: pro-NRW-Mahnwachen vor Moscheen und islamistischen Zentren im Ruhrgebiet:

  • ab 10.00 Uhr vor dem „Zentrum für Bildung und Integration“ in Herten / Recklinghausen (Ort: Paschbergstr. 146, Recklinghausen)
  • ab 10.00 Uhr vor „DITIB Camii“ in Oberhausen (Ort: Weißensteinstr. 62, Oberhausen)
  • ab 12.00 Uhr vor der DITIB-Moschee Horster Straße in Gelsenkirchen (Ort: Fischerstr. 154, Gelsenkirchen)
  • ab 12.00 Uhr vor der Fatih Moschee der Türkisch Islamischen Gemeinde zu Mülheim-Ruhr e.V. (Ort: Sandstr. 126, Mülheim/Ruhr)
  • ab 14.00 Uhr vor der „Islamische Gemeinde Bochum e.V.“ in Bochum (Dibersstr. , Bochum)
  • ab 14.00 Uhr vor der Türkischen Moschee, Essen-Katernberg e.V., Essen (Ort: Schalkerstr. 23, Essen)

Samstag 27. März: pro-NRW-Themenparteitag mit eingebettetem Konferenzteil „Minarettverbot“

ab 15.00 Uhr im Schloss Horst, Turffstr. 21, in Gelsenkirchen

Sonntag, 28. März: Große Abschlusskundgebung und Protestzug zur Merkez-Moschee

  • ab 11 Uhr Abschlusskundgebung und Protestmarsch von pro NRW zur Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh