Regional / Donnerstag, 5.August.2010

Aachen: Pro NRW verurteilt Attacke auf den Jüdischen Friedhof

„Neonazi-Attacke auf den Jüdischen Friedhof in Aachen“ – so titulieren die „Aachener Nachrichten“ (AN) in ihrer Überschrift vom 03. August 2010 die schändlichen antisemitischen Farbschmierereien an insgesamt acht Tatorten im Aachener Bereich, obwohl noch nicht klar ist, ob rechte, linke oder muslimische Extremisten die Täter sind. Besonders verwerflich stellten sich die aufgesprühten Hassparolen an der Mauer des jüdischen Friedhofs an der Aachener Lütticher Straße dar: „Stop Israel – Freiheit für Palästina – Juden den Gashahn aufdrehen- Hakenkreuze.“

„Das ist widerwärtig und abstoßend zugleich“, äußert sich hierzu der Aachener pro-NRW-Kreisvorsitzende Wolfgang Palm. „Aachen entwickelt sich langsam aber sicher zur Hochburg für extremistische Angriffe auf unsere freiheitlich demokratische Ordnung und unsere Wertegesellschaft. Unser Mitgefühl gilt insbesondere der jüdischen Gemeinde in Aachen und der katholischen Pfarrgemeinde Sankt Donatus in Aachen-Brand.“

Wolfgang Palm, Pro-NRW-Kreisvorsitzender in Aachen

Das Umfeld von Sankt Donatus wurde wiederholt mit derartigen Parolen verschandelt. Die Ermittlungen nach den feigen, fehlgeleiteten Gesinnungstätern werden sich schwierig gestalten, zumal eine derartige Tatbegehung sowohl durch Rechtsextremisten, aber auch durch die linksextremen Aachener Antifa-Szene erfolgt sein könnte, um den politischen „Kampf gegen Rechts“ zu befeuern. Auch Täter mit muslimischem Hintergrund, die ihrem Hass gegen die Juden freien Lauf gelassen haben, sind durchaus denkbar.

Erst am 17.Juli dieses Jahres hatte ein Sympathisant des linksgerichteten Aachener Autonomen Zentrums (AZ) eine vermeintliche Bombe vor dem Haus des AZ festgestellt. Diese war nach Angaben der Aachener Nachrichten mit den Worten „An die Antifa“ beschriftet worden. Auch in diesem Fall scheint die Täterschaft noch nicht geklärt.

Die Bürgerbewegung pro NRW verurteilt dagegen jeden Extremismus gleichermaßen, sei er von rechts, von links oder aus dem muslimischen Bereich. Den im Deliktbereich arbeitenden Polizeibeamten  wünscht der Aachener Kreisverband zudem einen schnellen Ermittlungserfolg.