Aktuelles / Donnerstag, 15.September.2011

50 Jahre Anwerbeabkommen: Türken sollten sich bei den Deutschen bedanken

Guntram Schneider stelle wieder einmal die Dinge auf den Kopf, kommentierte der PRO-NRW-Vorsitzende, Rechtsanwalt Markus Beisicht, den Dank des NRW-Integrationsministers an die türkischen Gastarbeiter zum 50. Jahrestag des Anwerbeabkommens mit der Türkei. Stattdessen wäre es an der Türkei, sich bei den Deutschen dafür zu bedanken, dass diese so vielen Türken die Möglichkeit gegeben hätten, in wirtschaftlicher Sicherheit zu leben.

Beisicht erinnerte zudem daran, dass es vor 50 Jahren keinerlei wirtschaftliche Notwendigkeit für Deutschland gegeben habe, ausländische Arbeitskräfte anzuwerben:

Markus Beisicht

„Viele Türken haben in Deutschland Arbeit gefunden und konnten sich einen Lebensstandard erarbeiten, von dem sie in der Türkei nur hätten träumen können. Viele Einanderer haben sich integriert und engagieren sich in der deutsche Gesellschaft. Sie sind willkommen. Eine große Zahl vor allem von muslimischen Einwanderern aber hat sich von der Gesellschaft und unseren Werten abgekoppelt und lebt in einem islamischen Paralleluniversum. Diese Integrationsverweigerer sind uns nicht willkommen. Warum Herr Schneider sich bei den Türken dafür bedankt, dass die deutsche Gesellschaft ihnen die Möglichkeit zum sozialen Aufstieg gegeben hat, ist mir absolut unklar. Aus der Türkei wäre ein solcher Dank dagegen längst fällig.

Das von Schneider gefeierte Jubiläum bezeichnet vielmehr das totale Versagen der etablierten Parteien in der Einwanderungsfrage. Bereits Konrad Adenauer wollte einen arbeitsmarktpolitischen Gesamtplan erstellen, der die Einwanderung regelt. Das hat bis heute keine Regierung geschafft.

Nicht einmal um den Verbleib oder die Integration der Gastarbeiter haben sich die Altparteien Gedanken gemacht, und heute stehen wir vor fast unlösbaren Aufgaben. Um diese Probleme zu lösen bedarf es zunächst einer offenen Diskussion. Die PRO-BEWEGUNG steht jedenfalls für eine Einwanderungspolitik, die sich zu allererst nach deutschen Interessen richten muss. So etwas dürfte für den Genossen Schneider allerdings ein Fremdwort sein.“