Tatverdächtige für den Brand in einem Düsseldorfer Flüchtlingsheim sind polizeibekannt
Aktuelles, Landesweit, Top-Themen / Freitag, 10.Juni.2016

Tatverdächtige für den Brand in einem Düsseldorfer Flüchtlingsheim sind polizeibekannt

(c) Fotolia / Stauke

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Nach dem schlimmen Brand in einer Unterkunft für Asylbewerber in Düsseldorf ermittelt die Polizei gegen fünf Bewohner der Unterkunft. Zwei der Brandstifter standen bereits wegen Diebstahl und Drogendelikten im Visier der Polizei. Einige andere lebten zudem unter falschem Namen in der Asylbewerberunterkunft.

Neben zwei bereits in Untersuchungshaft sitzenden Asylsuchenden aus Algerien und Marokko sollen ein Syrer, ein weiterer Algerier und ein weiterer Marokkaner zu den Beschuldigten gehören. Die Mehrzahl dieser Männer lebte dreist und unter falschen Personalien in der Unterkunft. Sowohl die selbst angegebene Herkunft als auch die verwendeten Namen und Geburtsdaten waren falsch.

In der bei dem Großbrand vom Dienstag völlig zerstörten Halle, in der knapp 300 männliche Asylsuchende untergebracht waren, war es in der Vergangenheit wiederholt zu Streitigkeiten gekommen, zuletzt wegen des ausgegebenen Essens nach Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan. Es wird vermutet, dass die Täter mit der Brandstiftung ihre Verlegung in eine andere Unterkunft durchsetzen wollten. Auch Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes hatten zuvor über Streitigkeiten bei der Essenausgabe in der Unterkunft berichtet. Die Stimmung sei sehr schwierig gewesen und habe sich mit Beginn des Ramadan noch einmal verschlechtert. Es sei zu Gewalttätigkeiten gekommen. DRK-Mitarbeiter, Wachleute und Polizisten seien bespuckt und mit Schuhen beworfen worden.

Nach dem Großbrand ist von der betroffenen Halle nicht mehr viel übrig geblieben. Das einsturzgefährdete Gebäude musste abgerissen werden. Der Schaden beträgt wenigstens 10 Millionen Euro.

PRO NRW fordert eine zügige Aufklärung und eine harte Bestrafung der Täter. Diese sollten nach Verbüßung ihrer Strafen unverzüglich in ihre Heimatländer abgeschoben werden. Es ist im Übrigen nicht hinnehmbar, dass Asylbewerber sich mit falschen Identitäten rechtswidrig Unterbringungsmöglichkeiten bzw. eine Alimentierung auf Kosten unserer Steuerzahler erschleichen. Solche Straftäter dürften ihr Aufenthaltsrecht in der Bundesrepublik verwirkt haben.

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