Aktuelles, Landesweit / Freitag, 20.Januar.2017

PRO NRW fordert eine spürbare Reduzierung des Antibiotika-Einsatzes in der Tierzucht

Laut einer Mitteilung des Bundesgesundheitsministeriums erkranken jährlich 400.000 bis 600.000 Patienten an gefährlichen Krankenhausinfektionen. 10.000 bis 15.000 Menschen sterben jedes Jahr daran. Eine traurige Entwicklung, die jedoch absehbar war.

Die verbrauchten Altparteien haben auch hier viel zu lange nicht die richtigen Schlüsse gezogen. Der größte Antibiotika-Verbraucher ist heute die Tierzucht – 1.700 Tonnen  im Vergleich zu 10 Tonnen auf allen Intensivstationen sämtlicher deutscher Krankenhäuser. Antibiotikaresistente Keime befinden sich daher nicht nur auf Menschen, sondern auch auf Tieren, deren Nahrung und insbesondere im Grundwasser. PRO NRW fordert daher schon seit geraumer Zeit eine stärkere Kontrolle und die Reduzierung des teilweise völlig unnötigen Antibiotika-Einsatzes in der Tierzucht. Wasser und Nahrung müssen besser auf Keime und Antibiotika-Rückstände überprüft werden.

PRO NRW setzt sich für eine Liste von Reserve-Antibiotika, die nur den Menschen vorbehalten sind, entschieden ein. Es ist allerhöchste Zeit zu handeln, damit in Deutschland nicht bald wieder Menschen an vergleichsweise harmlosen Infektionen sterben müssen.