Aktuelles / Donnerstag, 14.November.2013

„Zigeunerkriminalität“ – Klischee oder Wahrheit? Man schaue nach Duisburg und Wuppertal …

Bereits das Wort „Zigeuner“ ist dank der politischen Korrektheit aus dem offiziellen Sprachgebrauch nahezu getilgt worden, obwohl es umgangssprachlich nach wie vor weit verbreitet ist. Warum auch eine Gruppe plötzlich anders benennen? Und bedient man typische Klischees, wenn man nach Zigeunerkriminalität frägt? Gibt es diese überhaupt? In den Augen der etablierten Politik und der Medien handelt es sich um unzulässige Verallgemeinerungen, wenn man von Zigeunerkriminalität spricht. Indizien in die andere Richtung kann man aber aktuell überall in der Bundesrepublik finden: Sinti und Roma, so der in den Medien für die Zigeuner synonym verwandte Begriff, sorgen an vielen Orten für zunehmenden sozialen Brennstoff und gesteigerte Kriminalitätsraten, wissen auch fachkundige Polizeibeamte zu berichten. Bereits mit der Reisefreizügigkeit für die EU-Staaten Rumänien und Bulgarien kamen in den vergangenen drei Jahren knapp 440.000 Armutszuwanderer nach Deutschland. Mit der Arbeitnehmerfreizügigkeit für diese EU-Staaten ab 1. Januar 2014 wird eine weitere Welle von Armutseinwanderung erwartet. Was das konkret für Kommunen heißen kann, zeigen jüngst erschreckende Beispiele aus Wuppertal und Duisburg.

So hat die Polizei am Dienstag, 12. November, bei Razzien in beiden Städten zahlreiche Verdächtige festgenommen, die Mitglieder einer international agierenden Diebesbande sein sollen. Die Täter, Zigeuner, hatten sich laut Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Wuppertal auf Diebstähle in Lebensmittelgeschäften spezialisiert. Das Diebesgut wurde anschließend verkauft oder ins Ausland verbracht. Rund 100 Polizisten waren im Einsatz, zum Teil hochgesichert und auf Gegenwehr vorbereitet. In Rheinhausen/Duisburg wurde beispielsweise ein Objekt auf der Annastraße durchsucht, insgesamt ein knappes Dutzend festgenommen, so die Staatsanwaltschaft.

Die Roma und Sinti, die in Gruppen in die Bundesrepublik eingereist sein sollen, so die vorläufigen Ermittlungen, hatten sich auf den Diebstahl von Zigaretten, Tabak, Kaffee, Parfüm, Schokolade und leicht zu veräußernde  Lebensmittel spezialisiert und gingen arbeitsteilig vor. „Während einer die Verkäufer ablenkte und ein Komplize Schmiere stand, packte ein Dritter die Waren ein. Um ihre Beute zu verstecken, hatten die Kriminellen sogenannte Klauschürzen. Das sind in die Kleidung eingenähte Taschen, in denen die Waren verschwanden“, erklärt beispielsweise die WAZ ihren Lesern. Die Polizei ging mit verdeckten Ermittlungen vor. Beschlagnahmt wurden vor allem Zigaretten. Die Erlöse der Diebstähle wurden nach Rumänien geschleust – vermutlich zu Clanführern und Bandenchefs. Ziel ihrer Taten waren laut derzeitigem Erkenntnisstand die Städte Wuppertal, Solingen, Marienheide, Radevormwald, Lüdenscheid, Werdohl, Witten, Dorsten, Marl, Heiden, Borken und Halver, somit nahezu das gesamte Bergische Land bzw. Ruhrgebiet. Während es in den Medien heißt, die Täter erwarte langjährige Freiheitsstrafen von einem bis zu zehn Jahren, gehen Rechtsanwälte von weitaus niedrigeren Strafen aus.

Zu den Tätern sollen gerüchteweise auch Transferleistungsempfänger gehören. Dies paßt zu aktuellen Meldungen der WELT vonuckermann-4 Donnerstag, 14. November,  nach denen die Zahl der südosteuropäischen Hartz-IV-Empfänger stark gestiegen sei. „Gegenüber dem Jahr 2007 hat sich die Zahl der rumänischen Hartz-IV-Bezieher auf 14.700 verdoppelt. Die Zahl der bulgarischen Hartz-IV-Empfänger hat sich in der gleichen Zeit vervierfacht, auf 15.300“, wird Heinrich Alt, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit zitiert.

„Tabuthema Zigeuner? Mit uns nicht“, verspricht der Jörg Uckermann. Für den stv. PRO NRW-Vorsitzenden darf es keine Tabus geben. „Es sind keine Bagatellen, die unseren sozialen Frieden stören. Wenn beispielsweise ein Asylpfarrer in Baden-Württemberg öffentlich erklärt, er halte die Kriminalität bei den Roma und Sinti, um im Jargon der Etablierten zu bleiben, für ein Kulturphänomen, dann muß man dem entgegen halten, daß wir eine solche Form der Kulturbereicherung nicht wollen. Und da kann ich wohl für die breite Mehrheit der Deutschen sprechen“, stellt Uckermann vehement fest. „Es kann nicht sein, daß Kriminelle sich der Reise- und Arbeitnehmerfreizügigkeit bedienen, um auf deutschem Boden Raubzüge und sonstige Straftaten zu begehen. Wir von PRO NRW fordern ein hartes Vorgehen gegen solche Kriminelle“, und schließt: „Die Sicherheit geht vor, in jedem Falle! Man muß im Bedarfsfall auch bereit sein, diese Personenkreise umgehend auszuweisen!“