Aktuelles / Montag, 19.September.2011

Wuppertal: Gab schwarze Kasse den Ausschlag zur Versöhnung der gespaltenen CDU-Fraktion?

„Pack schlägt sich, Pack verträgt sich“ –  unweigerlich fühlt man sich angesichts der Zustände bei den Wuppertaler Christdemokraten an diesen Kalauer erinnert. Während sich vor noch nicht einmal einem halben Jahr die Fraktion der Wuppertaler CDU spaltete – wie berichtet hatten 9 Abtrünnige die sogenannte Fraktion der Christlich Demokratischen Bürger (CDB) gegründet – soll man den neuesten Meldungen nach wieder zusammengefunden haben. Der wegen seines barschen Führungsstiles in die Kritik geratene CDU-Fraktionschef Simon soll nur noch bis Mitte nächsten Jahres im Amt bleiben, so der angeblich geschlossene Kompromiss. Zudem erhalten die ehedem Abtrünnigen ein weiteres Fraktionspöstchen.

Wie den Wuppertaler Lokalmedien zu entnehmen war, soll Simon nach Bekanntwerden von Gerüchten einer schwarzen Kasse und darauf folgenden Prüfungen der Verwaltungsspitze eiligst der Stadt Wuppertal 200.000€ an Fraktionsmitteln zurücküberwiesen haben. Ob die Weigerung von Oberbürgermeister Peter Jung, den Abtrünnigen der CDB den Fraktionsstatus und damit eine jährliche Alimentierung in hoher sechsstelliger Summe zuzuerkennen, bei der „Kompromissbereitschaft“ der CDB eine Rolle spielte, kann nur gemutmaßt werden.

Gerd Wöll

Gerd Wöll, stellvertretender PRO-NRW-Kreisvorsitzender in Wuppertal und langjähriges CDU Mitglied erklärt hierzu: „Es ist schon traurig, was aus der Wuppertaler CDU  geworden ist. Für Konservative ist dieses irrsinnige Schauspiel mit Spaltungen, Zusammenführungen, Intrigen, schwarzen Kassen usw. jedenfalls nicht mehr hinnehmbar. Alle Beteiligten haben sich als unfähig erwiesen, die Belange der Wuppertaler Bürger auch nur ansatzweise vertreten zu können. Man kann sich fast schämen, dieser Partei mal angehört zu haben. Unser Kreisverband arbeitet jedenfalls kontinuierlich weiter und bietet heimatverbundenen Menschen, die von derartiger ‚Politik’ angewidert sind, gerne eine neue politische Heimat.“