Aktuelles / Donnerstag, 14.Februar.2013

Wuppertal: Die Freiheitssorgen eines Landtagsabgeordneten der FDP

In der Debatte über die Offenlegung der Nebeneinkünfte von Parlamentariern hat sich nun auch Marcel Hafke, Wuppertaler Landtagsabgeordneter der FDP, eingemischt. In einem ebenso denkwürdigen wie peinlichen Interview mit der Westdeutschen Zeitung tat Hafke dort seine Nöte kund, indem er sich vehement gegen die Offenlegung der Nebeneinkünfte zu erklären versuchte.

Der Versicherungsunternehmer Hafke, von dem nicht bekannt ist, dass er sich durch herausragende politische Arbeit oder auch nur durch Einsatz für seine Heimatstadt Wuppertal bewährt hat, sieht durch diesen eigentlich selbstverständlichen Beitrag zur Transparenz gar die „Freiheit des Mandats“ gefährdet und fühlte sich berufen, massiv Stellung zu beziehen. So massiv, daß Hafke bereits die anderen NRW-Landtagsabgeordneten anschrieb und diese aufforderte ebenfalls auf die Offenlegung ihrer Nebeneinkünfte zu verzichten.

Und wer genau wissen will, womit Hafke seine Zeit als gewählter Abgeordneter sonst so verbringt, wird ebenfalls in dem Interview fündig: Mit dem Schreiben von Aufsätzen!

Der stellvertretende Wuppertaler PRO-NRW-Kreisvorsitzende Gerd Wöll merkt hierzu an:

Der stellvertretende PRO-NRW-Kreisvorsitzende in Wuppertal Gerd Wöll engagierte sich jahrzehntelang für die CDU, bevor er aus Enttäuschung über den Linkskurs unter Merkel zur PRO-BEWEGUNG fand..

Fremdschämen ist wieder einmal angesagt. Angesichts einer monatlichen Diät in Höhe von 9.974,00 €,  sollte sich die volle berufliche Aufmerksamkeit dieses Herrn auf seine politische Arbeit richten. Es ist aber schön zu erfahren, welche Nöte und Sorgen unsere hochalimentierten Abgeordneten so plagen und es zeigt einmal mehr, wie sehr sich solche Personen von der Wirklichkeit entfernt haben, ja geradezu in einem Paralleluniversum voller Raffgier zu leben scheinen. Allein gestern wurden beispielsweise in Oberbarmen und am Loh wieder Jugendliche von „Südländern“ ausgeraubt.

Mit solchen Ereignissen haben Parlamentarier wie Hafke in ihren Elfenbeintürmen natürlich nichts am Hut. Sie lassen das normale Volk darben und scheinen allein über die Vermeidung der Auskunft ihrer Nebeneinkünfte zu sinnieren. Wenn derlei Politiker von der „Freiheit des Mandats“ sprechen, kann ich nur sagen, daß sie doch bitte darüber nachdenken sollen, sich gänzlich von dem Mandat zu befreien. Es würde weder unserem Bundesland, noch unserer Stadt schaden!