Aktuelles / Donnerstag, 13.Juni.2013

Wuppertal: Belästigung durch innertürkische Streitigkeiten in Elberfeld

„800 Wuppertaler“ sollen nach einem Bericht der Westdeutschen Zeitung am Montagabend in der Elberfelder Innenstadt gegen den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan protestiert haben. Hierbei wurden Parolen in türkischer Sprache skandiert, die sinngemäß den Rücktritt des türkischen Ministerpräsidenten forderten.  Dem Bericht nach soll es zu keinen Ausschreitungen gekommen sein.

Claudia Gehrhardt

Wuppertals PRO NRW Kreisvorsitzende Claudia Gehrhardt, kann dies indes nicht bestätigen:

Nach meinen Informationen sollen einige der Demonstrationsteilnehmer am Rande des Geschehnisses durchaus pöbelnd aggressiv aufgetreten sein und auch Geschäftsinhaber fühlten sich mindestens unwohl. Und auch wenn man dem Kern der Forderungen nach Erdogans Rücktritt durchaus positives abgewinnen kann, stellt sich mir die Frage, warum sich derlei Belästigendes inmitten einer deutschen Großstadt abspielen muss. Wenn  die Demonstrationsteilnehmer doch im Herzen so verbandelt mit den Geschehnissen in der Türkei sind und mitten in Elberfeld türkische Parolen schreien, sollen sie doch bitte mal darüber nachdenken, ob ein politisches Engagement direkt vor Ort in ihrem Herkunftsland nicht sinnvoller wäre.  Wenn die Lokalzeitung dann noch schreibt, es wären „800 friedliche Wuppertaler“ die demonstriert haben, so möge sich jeder selbst ein Bild davon machen  – denn eines ist für mich klar: Die Demonstranten sehen für mich weder wie  Wuppertaler Urgesteine aus, noch erscheinen die besonders friedlich.